23.05.2008 · Im Verfahren gegen den seinen ehemaligen Leichtathletiktrainer Trevor Graham hat nun auch der Staffel-Olympiasieger der Olympischen Spiele 2000, Antonio Pettigrew zugegeben, gedopt zu haben. Mit seiner Zeugenaussage wird Graham abermals schwer belastet.
Staffel-Olympiasieger Antonio Pettigrew hat erstmals zugegeben, in seiner Karriere gedopt zu haben. Im Rahmen des Meineid-Prozesses gegen seinen ehemaligen Trainer Trevor Graham trat Pettigrew am Donnerstag (Ortszeit) vor einem Gericht in San Francisco als Zeuge auf und betonte dabei, dass er leistungssteigernde Mittel genommen habe.
Der 40 Jahre alte Pettigrew, der 2000 in Sydney mit der US-Staffel Gold über 4 x 400 Meter gewann, sagte aus, dass Graham ihn 1997 dazu überredet habe, sich mit dem menschlichen Wachstumshormon und EPO zu dopen. Die Mittel, so Pettigrew weiter, habe er beim mexikanischen Doping-Dealer Angel Heredia gekauft. Graham hatte bisher stets bestritten, Heredia jemals persönlich getroffen und illegale Substanzen von ihm an seine Athleten weitergereicht zu haben. Wegen dreimaligen Meineides drohen Graham 15 Jahre Haft.
Nach Pettigrews Zeugenaussage stehen neben dem Sydney-Olympiagold, das der Läufer an der Seite des Weltrekordhalters Michael Johnson holte, auch die drei WM-Titel sowie der Weltrekord von 2:54,20 Minuten (1998) auf dem Spiel. Dem fünfmaligen Olympiasieger Johnson droht der Verlust eines Olympiagolds und einer seiner neun WM-Goldmedaillen (4x400 m/1999) sowie eines Weltrekordes (Staffel).