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Vendée Globe Untergang der lachenden Kuh

 ·  An den ersten Tagen der Vendée Globe sind bereits zehn Prozent der Schiffe aus dem Rennen rund um die Welt ausgeschieden. Ein Fischtrawler und ein Ufo kippten zwei Franzosen aus der Regatta.

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© AFP Vergrößern Traum beendet: Skipper Kito de Pavant

An den ersten beiden Tagen der Vendée Globe gab es bereits zwei Ausfälle. Bei der Nonstop-Einhand-Regatta um die Welt wurde die französische Yacht Groupe Bel in der Nacht auf Montag bei einer Kollision mit einem Fischtrawler schwer beschädigt. Skipper Kito de Pavant muss das Rennen zum zweiten Mal nach 2008 aufgeben. Vor vier Jahren hatte er kurz nach dem Startschuss zur Vendée Globe seinen Mast verloren. Mit dem Aus für sein Boot mit der lachenden Kuh im Segel hat sich das Feld der Hochseesegler damit auf 17 Skipper und eine Skipperin reduziert.

Schon am Samstagabend war das Boot des Franzosen Marc Guillemot mit einem „Ufo“ im Wasser zusammengestoßen. Dabei war der Kiel der „Safran“ gebrochen. Die sogenannten „Ufos“ (Unknown Floating Objects), zum Beispiel verloren gegangene Container, zählen zu den größten Gefahren für Hochsee-Segler, weil sie im Wasser treibend nicht erkennbar sind. Guillemot erreichte den Starthafen am frühen Sonntag aus eigener Kraft. Er muss aber seine Vendée-Globe-Ambitionen aufgeben, da sein Team über keinen Ersatzkiel verfügt.

Sein noch vor dem Startschuss beigedrehter Landsmann Betrand de Broc, in dessen Boot nach einer Kollision mit einem Begleitboot ein Loch gerissen war, konnte das Rennen nach einer Reparatur mit Verspätung wieder aufnehmen.

Die Führung verteidigte 50 Stunden nach dem Start der Franzose Francois Gabard auf „Macif“ vor den beiden Mitfavoriten Armel Le Cléac’h auf „Banque Populaire“ und Vincent Riou auf „PRB“.

Die schnellsten Solosegler und ihre 18,28 Meter langen Yachten vom Typ IMOCA Open 60 werden nach der Umrundung der drei Kaps und 24.048 Seemeilen in etwa 85 Tagen in Les Sables D’Olonne zurückerwartet. Am Samstag waren 300.000 Menschen in den Hafenort gekommen, um die Hochseehelden beim Start zur siebten Vendée-Globe-Auflage anzufeuern.

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