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US Open Titelverteidiger Murray ausgeschieden

 ·  Mit dem Titelverteidiger und Wimbledon-Sieger Andy Murray ist ein weiterer Favorit bei den US Open ausgeschieden. Sein Bezwinger Stanislas Wawrinka steht erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

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© AFP Vergrößern Verzweiflungstat: Andy Murray lässt seine Wut am Schläger aus

Zwei Monate nach seinem Wimbledonsieg hat Andy Murray die Chance auf den dritten Grand-Slam-Titel seiner Karriere verpasst. Der Vorjahressieger schied am Donnerstag (Ortszeit) im Viertelfinale der US Open gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka aus. Der Weltranglisten-Dritte aus Schottland musste sich nach 2:15 Stunden glatt in drei Sätzen mit 4:6, 3:6, 2:6 geschlagen geben.

Im ersten Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere trifft der an Nummer neun gesetzte Wawrinka am Samstag auf Novak Djokovic. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien kam gegen den Russen Michail Juschni in 2:34 Stunden zu einem 6:3, 6:2, 3:6, 6:0-Erfolg und zog zum siebten Mal nacheinander ins Halbfinale von Flushing Meadows ein.

Wie entfesselt

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung im gesamten Turnier bisher“, sagte Djokovic. Der 26 Jahre alte US-Open-Sieger von 2011 gab zwar erstmals einen Satz ab, kam danach aber umso beeindruckender zurück. „Das Match mit 6:0 gegen Juschni zu beenden, ermutigt mich definitiv für die nächste Herausforderung“, sagte Djokovic. Das zweite Duell der Vorschlussrunde bestreiten der Spanier Rafael Nadal und Richard Gasquet aus Frankreich.

© AFP Vergrößern An Nummer neun gesetzt, jetzt unter den letzten Vier: Stanislas Wawrinka nach dem Match

Titelverteidiger Murray war nach seinem Aus bedient. „Er hat ein sehr gutes Match gespielt. Dass ich heute in drei Sätzen verloren habe, ist enttäuschend“, sagte er. Wawrinka ist erst der dritte Schweizer nach Roger Federer und Marc Rosset im Halbfinale eines Grand Slams. Der fünfmalige US-Open-Champion Federer war schon im Achtelfinale am Spanier Tommy Robredo gescheitert.

Wawrinka spielte wie entfesselt auf und zog in einer ganz speziellen Statistik mit Nicolas Kiefer gleich. Der ehemalige Profi aus Hannover schaffte es ebenfalls erst bei seinem 35. Grand-Slam-Turnier zum ersten Mal in die Vorschlussrunde.

Frustrierende Defensivarbeit

„Er hat den Ball sehr gut getroffen. Es war schwer, die Punkte zu diktieren. Ich musste heute sehr viel aus der Defensive machen“, sagte Murray frustriert. Noch während Wawrinka auf dem Platz sein erstes Interview gab, saß der Schotte schon in der Pressekonferenz und wollte diese Pflicht so schnell wie möglich hinter sich bringen.

In der Damen-Konkurrenz stehen am heutigen Freitag die Halbfinals auf dem Programm. Im ersten Match (nicht vor 19.45 Uhr MESZ) trifft Vorjahresfinalistin Victoria Asarenka aus Weißrussland auf die Italienerin Flavia Pennetta. Anschließend (nicht vor 21.45 Uhr MESZ) bekommt es die Titelverteidigerin und Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA mit der Chinesin Li Na zu tun.

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