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US Open : Nadal stoppt del Potro

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Rafael Nadal feiert seinen Halbfinalsieg bei den US Open. Bild: Reuters

Rafael Nadal hat erstmals seit vier Jahren das Finale der US Open erreicht. Er trifft auf einen Südafrikaner, der seine Premiere in einem Grand-Slam-Endspiel feiert.

          Ein glänzend aufgelegter Rafael Nadal hat Federer-Schreck Juan Martin del Potro gestoppt und erstmals seit vier Jahren das Finale der US Open erreicht. Nach einem Satz-Rückstand fertigte der Weltranglisten-Erste den Argentinier am Freitagabend (Ortszeit) mit 4:6, 6:0, 6:3, 6:2 ab. Als klarer Favorit tritt Nadal jetzt am Sonntag (22.00 Uhr MESZ) gegen den südafrikanischen Tennisprofi Kevin Anderson an und strebt in New York seinen zweiten Grand-Slam-Titel in seinem unerwartet starken Jahr 2017 an.

          Außenseiter Anderson setzte sich zuvor gegen Nadals Landsmann Pablo Carreno Busta 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 durch. Als einer der größten Überraschungen seit langem bestreitet der 31-Jährige nun seine Endspiel-Premiere bei einem der vier bedeutendsten Tennis-Turniere.

          Überraschungsendspiel bei den Damen

          Bei den Damen stehen sich am Samstag die beiden Amerikanerinnen Sloane Stephens und Madison Keys in einem Überraschungsendspiel gegenüber. Beide streben ihren ersten Grand-Slam-Titel an. Nach 2:55 Stunden verwandelte Anderson seinen ersten Matchball, strahlte ungläubig und kletterte in seine Box, als hätte er bereits den Titel gewonnen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es war ein langer Weg“, sagte der 31-Jährige noch auf dem Platz.

          Nach zwei Siegen in den vorherigen beiden Vergleichen mit Carreno Busta erwischte Anderson den schlechteren Start. Gegen den so gut wie fehlerlosen Spanier musste der aufschlagstarke 2,03 Meter Hüne sein Service zum 3:4 abgeben und verlor anschließend den ersten Satz. Ab dem zweiten Abschnitt drehte Anderson dann die Partie.

          Lautstark feuerte sich die Nummer 28 der Setzliste immer wieder an und übte mehr Druck auf seinen Kontrahenten aus. Nach 1:23 Stunden war der Satzausgleich geschafft – und die aggressivere Spielweise machte sich weiter bezahlt. Die Vorentscheidung gelang dem ersten südafrikanischen Grand-Slam-Halbfinalisten seit Wayne Ferreira 2003 mit dem Break zum 3:1 im vierten Durchgang. Insgesamt 22 Asse halfen ihm zu seinem größten Karriere-Erfolg. „Dafür arbeite ich so hart“, sagte der Südafrikaner.

          Zuvor war Anderson noch nie über ein Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier hinausgekommen. Zu Beginn der US Open hatte sich auch der deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev Chancen auf einen überraschenden Finaleinzug in New York ausgerechnet. Der 20-Jährige scheiterte aber in der zweiten Runde. In der Vorbereitung auf die US Open hatte der Hamburger Anderson in Washington und Montreal jeweils in zwei Sätzen besiegt.

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