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US Open Maria Scharapowa siegt erstmals in New York

10.09.2006 ·  Maria Scharapowa hat erstmals die US Open gewonnen. Die Russin bezwang im Endspiel Justine Henin-Hardenne. Altmeisterin Martina Navratilova beendete in New York mit dem 59. Grand-Slam-Titel ihre Tennis-Karriere. Mit FAZ.NET-Bildergalerie.

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Maria Scharapowa hat erstmals die US Open der Tennis-Profis gewonnen. Die 19 Jahre alte Russin siegte am Samstag (Ortszeit) im Endspiel 6:4, 6:4 gegen Justine Henin-Hardenne. Die Belgierin verpaßte nicht nur ihren zweiten Titel in New York nach 2003, sondern auch die Chance, wieder die Nummer eins der Weltrangliste zu werden. Für Scharapowa war es der zweite Grand-Slam-Titel ihrer Karriere nach dem Wimbledonsieg 2004, als Preisgeld darf sie 1,7 Millionen Dollar einstreichen.

Die seit zehn Jahren in den Vereinigte Staaten lebende Scharapowa startete nervös und lag zunächst 0:2 zurück, schlug dann aber besser auf und suchte den Erfolg auch gelegentlich am Netz. Zudem dominierte sie etliche Ballwechsel mit ihrer starken Vorhand. Nach 45 Minuten und einem Break zum 5:4 beendete sie den ersten Durchgang mit einem Aufschlag, den Henin-Hardenne nicht mehr zurück brachte.

500.000 Dollar als Bonus für Scharapowa

Die 24jährige zeigte jedoch wie gewohnt Kämpferqualitäten und hielt den zweiten Satz zunächst offen. In ihrem insgesamt neunten großen Endspiel gelang ihr am Ende nicht der sechste Erfolg, weil sie nach einer kleinen Schwächephase ihren Aufschlag zum 3:4 verlor. Scharapowa gab diesen Vorteil nicht mehr ab und nutzte nach 1:30 Stunden ihren ersten Matchball zum Sieg, als Henin-Hardenne eine Rückhand ins Netz setzte.

Bildergalerie: Maria Scharapowa gewinnt erstmals US Open

Zu den regulären 1,2 Millionen Dollar Preisgeld erhielt Scharapowa einen Bonus von 500.000 Dollar für ihr Abschneiden in der Serie der voran gegangenen amerikanischen Hartplatzturniere. Henin-Hardenne mußte mit 600.000 Dollar zufrieden sein. Sie stand bei allen vier Grand-Slam-Turnieren dieses Jahres im Finale, konnte aber nur den Titel bei den French Open verbuchen.

„Jetzt freue mich auf den Rest meines Lebens“

Mit dem 59. Grand-Slam-Titel ihrer langen Karriere verabschiedete sich eine Woche nach Andre Agassi auch Martina Navratilova vom Tennis. Die Wahl-Amerikanerin , die am 18. Oktober 50 Jahre alt wird, gewann im Mixed-Finale mit ihrem amerikanischen Partner Bob Bryan 6:2, 6:3 gegen die Tschechen Martin Damm und Kveta Peschke. „Ich wollte bei den Open zurücktreten, hier in Amerika. Jetzt freue mich auf den Rest meines Lebens“, sagte Navratilova.

Die gebürtige Pragerin hat 18 Grand-Slam-Titel im Einzel geholt, 31 im Doppel und nunmehr zehn im Mixed. Nur die Australierin Margaret Court ist mit 62 Titeln erfolgreicher. Navratilova wurde vor dem Herren-Finale am Sonntag in den so genannten Court of Champions des amerikanischen Verbandes aufgenommen, der damit verdiente Stars ehrt.

Federer greift in New York wieder nach dem Titel

Das Endspiel der Männer besteiten an diesem Sonntag Titelverteidiger Roger Federer und der 2003 erfolgreiche Amerikaner Andy Roddick. Federer kann als dritter Spieler nach John McEnroe (1979-1981) und Ivan Lendl (1985-1987) den Hattrick in New York schaffen. In Wimbledon hat er dieses Kunststück in diesem Jahr bereits vollbracht. Auch die Australian Open in Melbourne gewann Federer 2006.

Als erster Spieler seit Rod Laver vor 44 Jahren hat es Federer geschafft, in sechs aufeinander folgende Grand-Slam-Endspiele einzuziehen. Mit Nikolai Dawidenko hatte Federer beim 6:1, 7:5, 6:4 im Halbfinale am so genannten Super-Samstag kaum Probleme. Als erster Spieler seit Rod Laver vor 44 Jahren hat es Federer geschafft, in sechs aufeinander folgende Grand-Slam-Endspiele einzuziehen.

Achte Niederlage im achten Vergleich

Sein Finalgegner Roddick schaltete Dawidenkos Landsmann Michail Juschni mit 6:7 (5:7), 6:0, 7:6 (7:3), 6:3 aus und zog in sein viertes Grand-Slam-Finale ein. In Wimbledon wurde er dabei zwei Mal, 2004 und 2005, jeweils vom Weltranglisten-Ersten Federer gestoppt. Dawydenko, der im Viertelfinale nach 0:2-Satzrückstand noch die deutsche Nummer eins Tommy Haas ausgeschaltet hatte, war gegen Federer weitgehend chancenlos und kassierte bereits die achte Niederlage im achten Vergleich.

Für den 25jährigen war damit zum zweiten Mal in der Runde der letzten Vier bei einem Major-Turnier Endstation. 2005 war der in Deutschland lebende Russe bei den French Open im Halbfinale am späteren Champion Rafael Nadal (Spanien) gescheitert.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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