Home
http://www.faz.net/-gub-72l7t
Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

US Open Kerber verpasst Einzug ins Viertelfinale

 ·  Angelique Kerber scheitert im Achtelfinale der US Open mit 6:7 und 3:6 an Sara Errani. Beide liefern sich einen Schlagabtausch, der wirkt, wie Sandplatztennis auf anderem Belag. Wieder findet Kerber am Ende in der Italienerin ihre Meisterin.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)
© dpa Wieder ist Errani besser: Angelique Kerber schreit ihren Frust heraus

In der Damenwelt ist Angelique Kerber berühmt und berüchtigt für ihre Zähigkeit, so gut wie jeden Ball zu erlaufen, und durch ihre Selbstverteidigungskünste fast jede Gegnerin zu zermürben. Aber im aktuellen Tenniszirkus gibt es noch eine Spielerin, die über die gleichen Qualitäten verfügt, und an ihr ist die 24 Jahre alte Deutsche auch beim zweiten Duell in einem Grand-Slam-Turnier gescheitert. Wie bei den French Open im Frühjahr, so schlug die Italienerin Sara Errani auch am Montag (Ortszeit) bei den US Open die Kielerin mit ihren eigenen Waffen. Nach der 6:7 (5: 7), 3:6-Niederlage im Achtelfinale verabschiedete sich Angelique Kerber als letzte von sechs deutschen Damen von jenem Turnier, bei dem sie im vergangenen Jahr die Runde der letzten vier erreichte und ihren Durchbruch zur Weltspitze schaffte.

Sandplatztennis auf anderem Belag

Wie im Pariser Frühling, so lieferten sich die beiden Konkurrentinnen auch in New York einen Schlagabtausch, der wirkte wie Sandplatztennis auf anderem Belag: hohe Bälle, Stopps, viele taktische Varianten. Angelique Kerber versuchte in dem 1:55 Stunden dauernden Match zwar, mit aggressivem Grundlinienspiel die Ballwechsel zu diktieren. Doch die Italienerin, in der Weltrangliste vier Plätze hinter der Deutschen auf Rang zehn notiert, erwies sich abermals als die solidere Spielerin. „Es war ein sehr gutes Match“, sagte Angelique Kerber. „Sie hat unmenschlich gut gespielt und kaum Fehler gemacht.“ Den Tiebreak beendete die Kielerin mit einem Doppelfehler selbst, und auch beim Matchball nahm sie ihrer Gegnerin die Arbeit ab, als sie eine Vorhand ins Netz schlug. Damit verpasste sie es, beim dritten Grand-Slam-Turnier nacheinander ins Viertelfinale vorzustoßen. Am Ende fehlten ihr die Kräfte. In Sara Errani fand sie ihre Meisterin aus derselben Klasse.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1966, Sportredakteur.

Jüngste Beiträge

Malocher unter dem Korb

Von Anno Hecker

Die Provinz hat der Metropole den Rang abgelaufen: Harte Arbeit hat den Basketball in Deutschland vorangebracht - nicht nur bei Meister Bamberg. Doch gerade Nachwuchsspieler werden manchmal zu schnell hochgejubelt. Mehr 1

Ergebnisse, Tabellen und Statistik