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US Open Deutscher Damentag in New York

01.09.2010 ·  Dem mauen Montag folgt bei den US Open ein „deutscher Dienstag“. Sabine Lisicki, Julia Görges, Andrea Petkovic, Benjamin Becker und Philipp Petzschner ziehen am zweiten Turniertag in die zweite Runde ein. Nur Rainer Schüttler scheitert dramatisch.

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Die deutschen Profis werden bei den tropischen Tennis-Tagen von New York allmählich warm. Am Dienstag entledigte sich bei den US Open gleich ein Quintett mit Bravour seiner Auftakt- Aufgaben: Sabine Lisicki, Julia Görges, Andrea Petkovic, Benjamin Becker und Philipp Petzschner folgten dem zum Auftakt erfolgreichen Andreas Beck. Am Mittwoch Abend folgt noch das Duell zwischen Philipp Kohlschreiber und Tobias Kamke, so dass sieben der 16 gestarteten Deutschen die zweite Runde erreichen.

Die beiden Topgesetzten kamen ohne Satzverlust weiter: Der Spanier Rafael Nadal musste gegen den Russen Teimuras Gabaschwili allerdings zwei Tiebreaks überstehen und hatte mehr Mühe als die Dänin Caroline Wozniacki beim 6:1, 6:1 gegen Chelsey Gullickson aus den USA.

Petkovic: „Das war mein bestes Match des Jahres“

Von den Deutschen hatten tagsüber zunächst Petzschner, Görges und Becker bei Temperaturen von mehr als 35 Grad erfolgreiche Hitzeschlachten absolviert. Als Lisicki und Petkovic dann am Abend unter Fluchtlicht nachzogen, zeigte das Thermometer immer noch 30 Grad an. Dennoch lief Petkovic gegen Nadja Petrowa aus Russland richtig heiß. „Die Hitze macht mir nichts aus, ich bin topfit und hätte noch drei weitere Sätze spielen können“, betonte Petkovic.

Die 22-Jährige lag bereits mit 6:2, 4:2 vorn, gab den zweiten Satz dennoch mit 4:6 ab. Umso größer war die Freude der Fed-Cup-Spielerin, als sie nach 2:32 Stunden im Tiebreak des dritten Durchgangs gegen die Nummer 17 der Setzliste ihren ersten Matchball zum 7:6 (7:4) nutzen konnte. „Das war mein bestes Match des Jahres. Ich habe schon öfter knappe Begegnungen gegen Top-Spielerinnen verloren. Aber heute habe ich mental nie aufgegeben und ich habe mittlerweile auch Erfahrung“, freute sich Petkovic.

Auch Lisicki spielte grandios auf

In beeindruckendem Tempo meldete sich Sabine Lisicki zurück. In ihrem ersten Match bei einem der vier Grand-Slam-Turniere seit dem Zweitrunden-Aus bei den Australien Open spielte die Berlinerin grandios auf. Nach nur 47 Minuten und einer 6:1, 6:0-Lektion für Coco Vandeweghe aus den Vereinigten Staaten durfte Lisicki schon wieder vom Platz. „Ich habe nichts erwartet, wollte mich auf jeden Punkt konzentrieren und kämpfen. Dass es so glatt geht, hätte ich nicht gedacht“, sagte die 20-Jährige erfreut.

Aufgrund einer Knöchelverletzung konnte sie viereinhalb Monate nicht spielen, trug sogar sechs Wochen Gips. Wie gut Lisicki tatsächlich wieder ist, wird der Härtetest in Runde zwei gegen die russische Wimbledon-Finalistin Vera Swonarewa zeigen. Lisicki scheiterte in Flushing Meadows bislang zweimal in Runde zwei, vor einem Jahr war sie dabei umgeknickt und musste mit einem Rollstuhl vom Platz gefahren werden.

Schüttler mühte sich vergeblich

Mühelos und ohne Satzverlust weiter kamen auch Görges gegen Romina Oprandi aus Italien, Becker gegen den Deggendorfer Daniels Brands und Petzschner gegen Dusan Lojda aus Tschechien. Der Bayreuther trifft nun auf den serbischen Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic.

Vergeblich mühten sich indes Rainer Schüttler und Florian Mayer auf Nebenplatz zehn, der tags zuvor bereits für Simon Greul zur deutschen Stolperfalle avancierte. Oldie Schüttler, mit 34 Jahren der Älteste aller 128 Profis, schuftete gegen den französischen Qualifikanten Benoit Paire letztlich 3:31 Stunden vergeblich. Er unterlag mit 3:6, 3:6, 6:4, 6:3, 6:7 (2:7). Dabei vergab Schüttler nach seiner tollen Aufholjagd im letzten Satz eine 5:2-Führung. Mayer stand gegen Florent Serra aus Frankreich auf verlorenem Posten und verlor klar in drei Sätzen.

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