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Unsere Sport-Sonntagsfrage Welche olympische Sportart würden Sie streichen?

 ·  Das Internationale Olympische Komitee will Ringen aus dem Programm der Sommerspiele streichen. Ist das wirklich eine gute Idee? Oder gibt es nicht ganz andere Sportarten, die endlich rausgeschmissen werden müssten? Sagen Sie uns, welche Sportart Sie aus welchen Gründen streichen würden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (34)
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Felix Daum
Felix Daum (FfaM1) - 19.02.2013 00:05 Uhr

Wahrloses Aussortieren

Was mich extrem ärgert ist, dass die Leute hier die Sportarten rausschmeißen, weil sie Ihnen nicht gefallen. Mit sachlichen Begründungen haben die wenigsten argumentiert.

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich dem Reitsport verbunden bin und wenn ich immer wieder Tierquälerei, nur Sport für Reiche und andere Begründungen lese, an dem ich merke, dass die Leute überhaupt keine Ahnung von der Sportart haben, dann platzt mir der Kragen.

Warum kann man sich das schreiben dann nicht einfach verkneifen? Jeder hat Spaß an einer anderen Sportart. Wie fänden Sie es denn, wenn man eine Sportart rausschmeißt, die Sie mögen (vorausgesetzt sie mögen überhaupt Sport und Olympia). Ich mag auch nicht jede Sportart, aber trotzdem zolle ich den Leistungen Respekt und denke mir, dass es anscheinend Leute gibt, denen es Spaß macht, sonst würde es die Sportart nicht geben.

Und wen es nicht interessiert: Einfach weg oder ausschalten.

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 18.02.2013 20:18 Uhr

Ich würde alle Reitsportarten streichen, denn erstens ist es Tierquälerei

und zweitens ist eine elitäre Sportart für reiche Snobs und interessiert normale (oder abnormale ?) Zuschauer nur, wenn die Pferde bis über die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit getrieben werden oder wenn hübsche Reiterinnen unterwegs sind.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 23:50 Uhr
Felix Daum
Felix Daum (FfaM1) - 18.02.2013 23:50 Uhr

Beweise?

Herr Wurtz, können Sie Ihre Behauptungen beweisen? Nein! Sicherlich wird im (Profi)Reitsport viel Schmuh betrieben, aber alle über einen Kamm zu scheren ist falsch. Warum sollen denn die Pferde gequält werden? Ich kenne einige Pferde, die Spaß an dem haben, was sie machen. Pferde, die freiwillig ohne Druck und Qual über Hindernisse springen und das nicht, weil sie auf der Flucht sind.

Auch Ihre Behauptung, dass es sich um "eine elitäre Sportart" handelt, stimmt so nicht. Klar, wer bei Olympia mit-reiten will, braucht eine kräftige finanzielle Unterstützung, aber wo ist dass nicht so? Für einen Profifußballer zum Beispiel, braucht man auch viel Geld, sowohl für den Einkauf, als auch für das Gehalt. Die Eishockeyausrüstung geht auch in die tausende Euros.

Ich glaube, es ist Ihnen nicht bewusst, dass inzwischen viele "Normalos" den Reitsport betreiben, dafür aber auf das teure Auto und den Urlaub verzichten, um sich ihr Hobby leisten zu können.

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Andreas Welsing

Wir hätten da noch einige Ergänzungen

Beachvolleyball und zwar aus folgendem Grund. Anlässlich der Olympischen Spiele 1996 erließ die FIVB eine offizielle Vorschrift, dass die Bikini-Höschen der Frauen an der Seite nur sieben Zentimeter breit sein dürfen. DAS GEHT GAR NICHT!
Synchronschwimmen. Mag zwar sportlich sein aber dämlich ist es trotzdem.
Trampolin. Nicht ganz so schlimm wie Synchronschimmen aber auch verzichtbar.
Alle Schießsportarten. So uninteressant, dass man sie noch nicht mal im Fernsehen überträgt.
Gewichtheben und alle Radsportarten. Die bisherigen Dopingsportarten schlechthin.
Und natürlich das Dressur-Reiten.
Vielleicht wäre bei den Olympischen Spielen weniger eben mehr.

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Klaus Angermann

Olympiateilnehmer

Die Fragestellung ist boulevardhaft: "...rausgeschmissen werden..." So formuliert man am Stammtisch. Das zeigen auch einige der hier widergegebenen Meinungen. Radsport infrage zu stellen, ist momentan sehr leicht; es zeigt jedoch ebenso wenig Sachkenntnis wie die der Olympier, die Ringen "rausschmeissen" wollen. Radsport bleibt trotz allem eine Weltsportart; global ein Volkssport. Wie Schwimmen, wie Skifahren. Und für den Modernen Fünfkampf gilt das gleiche wie für das klassiche Ringen: " Tradition ist nicht alles; aber alles ist nichts ohne Tradition"... Worte des früheren FAZ-Autoren und Olympiakenners Karl Adolf Scherer.
Olympische Sportarten infrage zu stellen oder aus zu sortieren, kann nicht etwas fürs Geschmäckle von Lesern sein, sondern soll den Herren vom IOC anvertraut sein - wenn sie denn wirklich die Qualifikation dafür besitzen. Das aber war und ist bei der Abstimmung von Lausanne zu bezweifeln.

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Birgitt Kirn
Birgitt Kirn (Kirn2007) - 17.02.2013 09:58 Uhr

Alles abschaffen, wo der Profi- und Profit-Gedanke im Vordergrund steht

Den Radsport würde ich vorallem wegen der letzten Dopingskandale herausnehmen. Der Fußball hat sein eigenes Olympia (WM und für uns noch eine EM) und die Schwimmwettbewerbe gehören gekürzt. Der Medaillenspiegel in den Schwimmwettbewerben nimmt schon inflationäre Züge an.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 16.02.2013 15:59 Uhr

Vieleicht kannman auch die Sportart abschaffen

Auf anderen denen es nach der eigenen Ansicht zu gut geht rumzuhacken. Zumindesten hat man manchmal den eindruck dass sich hier eine Radfahrer Mentalität breitmacht, nach oben Buckeln und nach unten Treten.
.
Die Vorschläge hier einzelne Sportarten abzuschaffen nur weil man sie vieleicht selbst nicht so gerne mag hört sich für mich nach einem Wilden Amoklauf der Plattmacher an. Und die Athleten der jeweiligen Disziplin leiden darunter.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 06:31 Uhr
Christopher Kern

Welcher Athlet leidet...

wenn die Sportart "investigatives Eierlaufen" der Sportreporter (bes.deutscher) bei olymp.Spielen ersatzlos gestrichen würde?

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Bodo Riese
Bodo Riese (bodoriese) - 16.02.2013 08:54 Uhr

Ringen ???

Was hat die Olympiate noch mit Olympia zu tun ?
Das Fest des Sportes. Nichts....es geht um Einschaltquoten und eine menge Kohle.
Ringen aus dem Olympischen Programm zu streichen ist wie die Sau aus dem Dorf zu treiben.
Aber wen interessiert denn noch die Olympiate ? Alle vier Jahre den Medienhype über sich ergehen zu lassen und dann noch das " deutsche " Fähnchen in den Wind zu hängen.
Da sind wir wieder Patriot....jawoll. Und das bischen Dopen. Ein wenig Nasenspray und das
Aknemittel ( aus der Apotheke ) muss doch noch erlaubt sein...oder.
Ohne McKotz , Coca Cola und Buttweiser wäre Olympia doch schon längst am Ars.. !

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 15.02.2013 22:37 Uhr

Es gibt nur noch eine olympische Sportart:

Kommerz. Wenn man die abgeschafft hat ist der Rest auch erledigt. Ich kann mich noch daran erinnern, daß Karl Schranz wegen eines Hersteller-Labels an seiner Mütze bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung von Olympia disqualifiziert wurde. Heute kann einer n i c h t mehr teilnehmen, wenn er sich nicht schon komplett vermarktet hat.

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 15.02.2013 22:26 Uhr

Meine Vorschläge

Entfernen: Segeln, Fußball
Aufnehmen: Poker, moderner 8 Kampf (ergänzter moderner 5-Kampf)

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Matthias Unger

Fussball

Gibt's eh oft genug in der Glotze.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 15.02.2013 18:53 Uhr

Eine gezielte und dann noch bejubelte Körperverletzung entspricht nicht dem zivilisatorischen Standa

Boxen ist eine unzivilisierte Sportart, weil es beim "Erfolg", also nicht als Unfall, zu unzähligen Gehintraumatisierungen mit möglichen Kontrollverlust (Knockout) führt, was dann auch noch von den Zuschauern bejubelt wird. Folgeschäden am Gehirn sind möglich und auch wahrscheinlich.

Die Sportart sollte deshalb nicht nur nicht olympisch sein, sondern überhaupt verboten werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 20:41 Uhr
Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 15.02.2013 20:41 Uhr

@Christian Saxinger: Schädel-Hirn-Traumata bleiben

Ihre differenzierte Betrachtung der verschiedenen Boxarten ist ein Stück weit für mich nachvollziehbar.

Dennoch bedeutet zweifelsohne auch beim olympischen Boxen jeder "Treffer" ein Schädel-Hirn-Trauma, den jeder "normale" Mensch vermeiden würde, wenn er könnte.
Und ein Gehirnversagen mit Zusammenbrüchen oder gar mit Knockout wird es auch mal beim olympischen Boxen geben.

Bezüglich des Faustkampfes in der Antike sehe ich gerade die zivilisatorische Rückständigkeit dieser "Sportart", bei der es zu schweren Verletzungen und immer wieder auch zu Todesfällen gekommen ist. Diese gefährliche Sportart soll gerade deshalb auch beim Publikum eine besondere Anziehungskraft gehabt haben und in etwas veränderter Form auch später bei den römischen Gladiatorenkämpfen "beliebt" gewesen sein.

Wir sollten aber heutzutage weiter sein. Sollten!

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christian saxinger

Sehe ich nicht so. Gerade was das olympische Boxen betrifft.

Die Pygmachie, der Faustkampf, ist genau wie das Ringen eine originale Disziplin der Antike und damit auch sehr alt.

Beim Olympiaboxen werden Helme getragen und das Ziel ist nicht der KO, sondern sind die Treffer.
Die Regeln sind einfach und schwer manipulierbar, der bessere und stärkere gewinnt.
Doping bringt nicht viel.
Es ist auch telegen, wird vom Publikum wahrgenommen, was anscheinend für das IOC das wichtigste ist.

Boxen kann auch von weniger begüterten Menschen ausgeübt werden, man braucht kein Boot oder Pferd kaufen und auch keinen Pickup Truck voll Munition, um ein gewisses Niveau zu erreichen.

Was die Profikämpfe und die sogenannten "Weltmeisterschaftstitel" betrifft gebe ich Ihnen recht, da gehts nur noch um billige Effekthascherei. Die kann man sich schenken.

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Closed via SSO

Welche Streiche?

Alle!
Olympia ist längst ein reines und Riesen-Geschäft geworden, das wir z. B. in Deutschland mit unverschämt hohen Rundfunk- und Fernsehgebühren zwangs-finanzieren müssen. Wodurch für ein "ordentliches" und ausgewogenes Programm eben deswegen kaum mehr Geld da ist.
Würden die Wettbewerbe ausschließlich verschlüsselt gesendet und diejenigen, die das sehen wollten, müssten das zusätzlich bezahlen, wäre Olympia tot.
Solche reinen Kommerz-Veranstaltungen dürften mit keinem Cent öffentlicher Gelder finanziert werden, sondern allein durch steuerlich nicht (!) absetzbares Sponsoring.
In der heutigen Form und Konstruktion gehört Olympia total abgeschafft, wie es die alten Griechen getan hatten, als vom ursprünglichen Gedanken nichts mehr übrig geblieben, sondern zur reinen Geschäftemacherei verkommen war.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 15.02.2013 17:58 Uhr

Also ich würde vorschlagen,...

nehmt die "veralteten" Sportarten" alle raus. Werfen, laufen, springen........... also Speer, Diskus, usw........
.
dann könnten wir die Olympischen Spiele entlich in "Coca-Cola Welt Cash&Fun Games" umbenennen und mit den seriösen und klassischen Sportarten die "Olympischen Spiele (klassik)" ausrichten.
.
Ohne das IOC, nur mit Amatreuren.... un der Sieger bekommt einen Lobeerkranz.
.
Wenn man bei den Trikos dann auch nich "klassik" wird, dürften das Zuschauerinteresse gesichert sein:)
.
Das hätte was.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Der Titel "Olympische Spiele, Olympiade..." ist ja wohl nicht schutzfähig. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, das es auf einen >2.000 Jahre alten Begriff Markenrechte gibt?
.
Oder? In einer Weil in der ein "i", oder eine Farbe zur Marke werden kann scheint ja alles möglich!

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christian saxinger

Skeetschiessen

Trapschiessen
Doppeltrapschiessen
Sportgewehr Dreistellungskampf
Kleinkaliber Dreistellungskampf
Kleinkaliber liegend
Luftgewehr
Luftpistole
Sportpistole
Freie Pistole
Schnellfeuerpistole
insgesamt 15 Wettbewerbe

Moderner Fünfkampf streichen

Beim Bahnradsport, Gewichtheben, Fechten, Segeln, Schwimmen die Hälfte streichen, da a) nicht telegen genug, bzw. b) nur Minderheitensportarten oder beides zusammen.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 15.02.2013 16:31 Uhr

Sankt Florian, verschon' mein Haus

Natürlich ist niemand Lobbyist.
Irgendwo wird man immer jemanden finden, der mit welchem Sport auch immer, sein Geld verdienen kann. Egal, welche Sportart man nominiert, das Geschrei wird groß sein.
Die Gründe sind vielfältig, heute ist es Doping, mal waren es die unmenschlichen Trainingsmethoden chinesicher oder rumänischer Tanzflöhe.
Schaut man sich die aktuellen Wintersportergebnisse an, könnte man in Dtl. getrost auf zu ziemlich viel verzichten.
Aber früher ist auch Tauziehen rausgefallen. Und weil bei uns keiner Soft-/Baseball spielt, hat es auch niemanden gestört, als die aus dem Programm fielen. Es würde auch niemanden stören, wenn Rugby wieder rausfiele ... Daß die Rugby-WM eine größere Veranstaltung als die FIFA-WM ist, interessiert ja in Deutschland auch kaum einen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 18:28 Uhr
Andreas Sturm

Rugby WM größer als Fußball WM?

Haben Sie dafür auch eine Quelle? Würde mich ehrlich interssieren, auch und vor allem, weil ich es mir nicht recht vorstellen kann aufgrund der höheren Verbreitung von Fußball. Als relevante Größe zähle ich hier teilnehmende Nationen und Zuschauer- und Besucherzahlen (Ich spiele übrigens selbst Rugby. Mein Unglauben fußt also nicht auf einer Präferenz für Fußball)

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Walpurga Müller-Schmidt

Radsport und Fussball (Männer) streichen

Radsport weil es praktisch eine reine Dopingveranstaltung ist.

Fussball, weil hier eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung durch die geradezu willkürliche Zulassung der Nationen bzw. Ausschluss einiger Mannschaften stattfindet.

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Günter Michael Volz

Lobbyismus

Es steht zu befürchten, dass die Ringer für die Witschaftsinteressen von Sportartikelunternehmen und anderen Gewinnoptimierern nicht relevant sind. Da lässt sich mit anderen Sportarten einfach mehr Renommee und Geld gewinnen.
Aus diesem Grund werde ich mich also weiterhin ausblenden, wenn Pferde wider ihrer Natur über Hindernisse getrieben werden oder Frauen und Männer mit oder ohne Boot durchs Wasser pflügen.
Diese meine Entscheidung ist natürlich eine des Geschmacks; hinter der geplanten Abschaffung des Ringens als olympische Disziplin vermute ich dagegen handfeste witschaftliche Interessen und ihre Verbände.

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Dietrich Ostermann
Dietrich Ostermann (didio) - 15.02.2013 15:52 Uhr

Ich gebe es zu ich mag Gehen nicht

Ich finde es ehrlich gesagt immer doof, wenn die Sportler immer am Rande der Disqualifizierung laufen und für jeden Läufer ein Richter abgestellt werden muss. Ob man deswegen aber diesen Sport aus dem olypischen Programm streichen muss? Ich würde ihn jedenfalls nicht vermissen.

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Peter Schmitt

Reitsport

Der Reitsport darf meinetwegen restlos gestrichen werden. Ich habe noch nie die sportliche Herausforderung hinter dem Dressurreiten verstanden. Genauso ist das Vielseitigkeitsreiten und Springen mehr Sport für das Pferd als für den Reiter.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 13:56 Uhr
Felix Daum
Felix Daum (FfaM1) - 16.02.2013 13:56 Uhr

Bedienen wir ein bisschen die Klischees?

Herr Schneider,

ja richtig, vor allem der Profireitsport kann nicht ohne kräftige finanzielle Unterstützung laufen. Aber wo ist das nicht so? Ein Fußballspieler, wie damals Oliver Kahn, verdient 24 Millionen Euro im Jahr, die Eishockeyausrüstung geht zumindest in die tausende. Sobald man in die auf ein gewisses Level kommt, braucht man Geld. Denken Sie mal an die Arbeitsplätze, die durch das Geld finanziert werden.

Im übrigen: Die Hüte, von denen Sie sprechen, findet man überwiegend auf der Galopprennbahn und dies ist keine olympische Disziplin.

Schicki-Micki-Schampusevent? Was glauben sie, was bei anderen Sportarten stattfindet. Ich kann Ihnen versichern, dass sich auch in der Commerzbankarena Politik und Wirtschaft treffen und sich am teuren (kostenlosen Buffet) bedienen.

Wenn sie Ahnung hätten, dann wüssten Sie, dass Schweiß und Kampfgeist im Reitsport vorhanden, ja sogar nötig sind.

Und wenn es um Schmutz geht, dann kann man viele Sportarten ausschließen.

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Felix Daum
Felix Daum (FfaM1) - 16.02.2013 13:44 Uhr

Wie wollen Sie denn körperliche und geistige Heruasforderungen messen?

Nach Ihrem Verfahren, welches eigentlich nur subjektiv ist, könnte ich alle Sportarten von Olympia ausschließen lassen. Aus meiner Sicht nehmen sich die Sportarten alle nichts.

Die Einen konzentrieren sich darauf, den richtigen Absprungpunkt bei weitspringen, turnen etc. zu finden und bei der Reitereien muss man aufs Tempo achten, die Galoppsprünge zwischen den einzelnen Sprüngen zählen und abschätzen können, ob sie den Sprung richtig treffen, fühlen, welche Bewegungen das Pferd gerade macht und dann korrigieren, sich überhaupt die ganze Prüfungen merken können. Es gibt da einen bestimmten Bewegungsablauf in einer Dressurprüfung.

So, und wie wollen Sie mir jetzt beweisen, dass es Sportarten gibt, bei denen eine "höhere körperliche sowie geistige Herausforderung" vorhanden ist?

Das ist doch Blödsinn Herr Schmitt!

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Felix Daum
Felix Daum (FfaM1) - 16.02.2013 01:23 Uhr

Wenn man keine Ahnung hat...

Wie beruhigend, dass nicht die Sportarten gestrichen werden, bei denen Sie nicht die sportliche Herausforderungen erkennen können. Liegt es eventuell daran, dass sie speziell vom Reitsport keine Ahnung haben?

Es erfordert selbstverständlich ein großes Maß an Körperspannung, unabhängige Koordination von Händen, Füßen, Gewicht(sverlagerung), so wie Kondition, mit einem Pferd zusammen, die hohen Anforderung der Olympiade zu erreichen. Glauben sie bloß nicht, dass es mit ein bisschen Leckerli füttern getan ist. Bei den meisten Reitern sieht es, vor allem für die Laien, so aus, als würde der Reiter nur schön auf dem Pferd sitzen und das Pferd läuft die Prüfung von alleine. Wenn dem so ist, dann hat der Reiter ein Ziel erreicht. Der Reiter gibt so feine Hilfen, dass es oft dem ungeübten Auge gar nicht auffällt.

Das Pferd muss nicht mehr rackern, als der Reiter.

Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Trainieren sie ein Pferd vom Anfang bis Olympia und wir unterhalten uns noch einmal.

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Jenny  Maiwald

Gewiß, Herr Schmitt, insgesamt habe ich das auch eher mit Humor gesehen.

Das Problem ist sicher, daß der Erfolg letztlich vom Pferd abhängt und auch ein guter Reiter auf einem ungeeigneten Pferd keine Chance hat - außer beim modernen Fünfkampf, wo es erklärtermaßen darauf nicht ankommt.
Andererseits ist es ein sehr verbreiteter und beliebter Sport, am schönsten ist es zweifellos, den Tieren einfach zuzusehen. Und er gehört natürlich zu den ältesten Sportarten überhaupt; ihn auszuschließen wäre sicher genauso problematisch wie dies beim Ringen ist.

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Closed via SSO

@ Herr Schmitt

Ich kann Sie gut verstehen... aber die Neureichen in diesem Lande brauchen doch auch ihren Anteil am olympischen Zeitgeist.

Wo kämen wir denn eigentlich hin, wenn die Freifrau von und zu Buxtehude nicht mal mehr ihren extra beim Edeldesigner maßangefertigten Sommerhut beim Schicki-Micki-Schampusevent vorführen darf?! Man wäre ja so gerne so elitär wie die Lords und Ladies in Ascot...

Dekadenz in Reinkultur.

Sport hat für mich immer noch etwas mit körperlicher Anstrengung und eigener Überwindung beim Menschen zu tun. Und ob mir der Hintern nach 5 Minuten Dressurgehoppel weh tut, oder nicht - die meiste Leistung vollbringt das zweifelsohne schöne Tier Pferd.

ERGO: Pferdesport RAUS aus Olympia, dafür junge dynamische Actionsportarten aufnehmen! Ich will kein Rumgehoppel, ich will Dreck, Schmutz, Schweiß und Kampfgeist!!!

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Peter Schmitt

@Frau Maiwald

Sie verstehen mich falsch. Ich bezweifle nicht, dass es teilweise ehrhebliches Geschick und Zeit bedarf, ein Pferd richtig zu führen und für einen gewissen Zweck zu dressieren. Allerdings, so denke ich, gibt es zahlreiche Sportarten, welche eine deutlich höhere körperliche sowie geistige Herausforderung darstellen (für den Menschen = Definition von Sport), weiter verbreitet sind sowie nicht weniger Geschick und jahrelanges Training bedürfen, um ein ein professionelles Level zu erreichen.

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Closed via SSO

@ Jenny Maiwald

Passen Sie lieber auf, was Sie hier schreiben... sonst wird Ihr Ackergaul noch zu Lasagne verarbeitet...

;-)

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Jenny  Maiwald

Uiuiui Herr Schmitt; die Beobachtung, daß sich das Pferd mehr bewegt als der Reiter

ist zwar richtig, aber versuchen Sie's mal selber, da werden Sie sehen, daß die Anforderung an den Reiter nicht gering ist und daß man das zweifelsfrei Sport nennen kann. Ich schlage vor, 30 Runden im gewöhnlichen Viereck das Traben aussitzen ohne Steigbügel, möglichst auf einem Pferd, das einen hohen Wurf hat. Oder Galopp auf einem Spezialisten, der in voller Fahrt den Kopf runternimmt, Buckeln abfedern und aussitzen, Lösung der Frage wie verhalte ich mich auf einem durchgehenden Pferd, das auf eine Landstraße zuhält, das vor Lächerlichkeiten wie einem wehenden Blatt zu Tode erschrickt und davonhüpfen will, das versucht, den Reiter an Bäumen oder Zäunen abzustreifen etc. pp.
Viel Spaß und Hals- und Beinbruch!

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Lill Schmidt

nicht den Fünfkampf

Lobbyisten????
Eine der wenigen Disziplinen, bei denen noch echte vielseitigkeit, und die Grundfähigkeiten der ehemaligen "preußischen Kavalleristen" gefragt wird. Dazu sowas wie Sommerbiathlon. Und eben die Bilder von Fremdreiter auf Fremdpferd. Sehr spannend, sehr unterhaltsam, vorbildlich für "Extremspezialisten". und Extra-Anlagen braucht es auch nicht, im gegenteil, die vorhandenen für Schwimmen, Vielseitigkeits-/Springreiten, Fechten können "recycelt" werden. Ist doch im Sinne der Umwelt.
Was man besser nicht anschaffen sollte, sind Golf und Kampfsport die 150.ste: Wischiwaschi - ach ne, Wushu -, und Softball (??)/Baseball.

Ist Synchronschwimmen eigentlich noch dabei? Wäre mein Aussteigerfavorit. Oder wirklich Straßenradrennen. Die fahren ohnehin nur für die Arzeimittelindustrie. Das wäre doch mal ein Zeichen, diese rauszuwerfen.

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15.02.2013, 13:56 Uhr

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