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TV-Turmspringen : Nichts für Dilettanten

Feiner Unterschied: Profis springen eleganter ins Wasser als C-Promis Bild: REUTERS

Beim Training zum TV-Turmspringen mit Stefan Raab verletzte sich ein Schauspieler schwer. In den spektakulären Wettkämpfen mit C-Promis liegt einiger Reiz, aber auch Gefahr. Langsam dürfte Schluss mit lustig sein.

          Wenn sich Dilettanten an Spektakulärem versuchen, geht das meist nicht lange gut. So gesehen, hat es erstaunlich lange gedauert, bis bei einer der pseudosportiven Shows des Pro-7-Entertainers Stefan Raab ein Schwerverletzter zu beklagen ist. Am Mittwoch prallte der nicht unbedingt weit bekannte Seriendarsteller Stephen Dürr („Alles was zählt“) beim Training zum „TV total Turmspringen“ vom Drei-Meter-Brett so unglücklich auf die Wasserfläche, dass sein Kopf in den Nacken geschlagen wurde. Er musste per Hubschrauber in eine Berliner Klinik geflogen werden, wo er mit Lähmungserscheinungen an den Armen vorübergehend ins künstliche Koma versetzt wurde.

          Das Rezept ist immer dasselbe

          Welche gesundheitlichen Folgen sein Sturz hat, ist noch nicht abzusehen. Der Sprung, hieß es, sei ungefähr der fünfzigste gewesen, den Dürr an diesem Tag mit einem von Raab bereitgestellten Trainer probiert habe. Ob Turmspringen in Schwimmbädern, Wok-Rennen in Bobbahnen oder Stockcar-Rennen in der Arena auf Schalke, Raabs Rezept ist immer dasselbe: C-Promis werden in möglichst spektakuläre Wettkämpfe geschickt. Darin liegt einiger Reiz, aber auch Gefahr. Bisher war es mit leichteren Verletzungen abgegangen, die umgehend auf lustig gebürstet wurden. Damit dürfte seit Mittwoch Schluss sein.

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