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Turn-WM Hambüchen und Kollegen fahren nach Peking

04.09.2007 ·  Angeführt vom überragenden Fabian Hambüchen haben sich die deutschen Turner bei der WM in Stuttgart die Tickets für die Olympischen Spiele in Peking gesichert. Hambüchen qualifizierte sich für insgesamt vier Endkämpfe.

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Ein überragender Fabian Hambüchen hat die deutschen Kunstturner mit Rang drei im Qualifikations-Wettkampf nach Peking, ins WM-Mannschaftsfinale und sich selbst in den Endkampf am Reck geführt. Darüber hinaus darf der Reck-Europameister in der Mehrkampf-Entscheidung am Freitag sowie im Sprung-Finale am Sonntag auf Medaillenjagd gehen.

An seinem Spezialgerät war der Hesse eine Klasse für sich: Mit der höchsten Ausgangsnote von 7,0 Punkten distanzierte er die Konkurrenz um insgesamt mehr als einen halben Zähler und ist in dieser Verfassung erster Anwärter auf die Goldmedaille am „Königsgerät“ (Siehe auch: Turn-WM: Ein bisschen Fabian für alle).

Ein nahezu perfekter Start

Vor 7000 Zuschauern in der fast ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle herrschte in Stuttgart erstmals weltmeisterliche Stimmung. Denn auch die Teamkollegen des deutschen Mehrkampf-Meisters behielten in der hitzigen Atmosphäre kühlen Kopf und blieben bei insgesamt 30 Übungen an sechs Geräten komplett sturzfrei.

„Die Halle wird rocken“, hatte Hambüchen prophezeit, und der Olympiasiebte am Reck sollte Recht behalten. Nach einem nahezu perfekten Start beim Sprung blieb das Sextett von Cheftrainer Andreas Hirsch dicht an seinem Leistungslimit.

China untermauert Favoritenstellung

Ins Mehrkampf-Finale wird Hambüchen von Philipp Boy aus Cottbus begleitet, alle anderen deutschen Gerätartisten erreichten hingegen keinen weiteren Endkampf. „Der Mannschafts-Erfolg stand im Vordergrund und deswegen können wir sehr zufrieden sein“, lautete das erste Fazit von Wolfgang Willam, Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes (DTB).

An der Spitze ließ Titelverteidiger China keine Zweifel an seiner klaren Favoritenstellung für das Mannschaftsfinale am Donnerstag (14.00 Uhr) aufkommen. Mit 374,275 Punkten wurde selbst Olympiasieger Japan (370,725) spürbar distanziert.

Mannschaftsfinale der Frauen am Mittwoch

Auch in der Einzelwertung gaben die Asiaten den Ton an. Vorjahressieger Yang Wei aus China sammelte 93,925 Zähler. Dem 27-Jährigen am nächsten kamen die beiden Japaner Hiroyuki Tomita (93,625) und Hisashi Mizutori (92,575). Hambüchen kam mit 92,375 Punkten auf Rang vier (Siehe auch: Slideshow: Fabian Hambüchen - „Ein heißer Kandidat“ (Turn-WM 2007)).

Für den Abschluss der Welttitelkämpfe am Sonntag mit dem Reckfinale der Männer hat sich der für den Sport zuständige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble als Ehrengast angesagt. Dies gab der DTB am Dienstag bekannt. Noch nicht abschließend geklärt ist eine Stippvisite von Bundeskanzlerin Angela Merkel, immerhin offizielle Schirmherrin der Veranstaltung. Die Weltmeisterschaften werden an diesem Mittwoch (14.00 Uhr) mit dem Mannschaftsfinale der Frauen fortgesetzt.

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