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Tour de France Noch eine Etappe

 ·  Bradley Wiggins wird die 99. Tour de France gewinnen - sollte er nicht wider erwarten auf der letzten Etappe stürzen. In Chartres entscheidet der Brite souverän das Zeitfahren vor seinem Mannschaftskollegen Christopher Froome für sich.

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© dpa Noch eine Etappe: Wiggins steht bei der Tour nach dem Erfolg im Zeitfahren vor dem Gesamtsieg

Bradley Wiggins hat die britische Regentschaft bei der 99. Tour de France untermauert. Der Träger des Gelben Trikots feierte beim Zeitfahren in Chartres seinen zweiten Etappenerfolg mit 1:16 Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Christopher Froome und kann sich auf die Triumphfahrt in Paris freuen. Wenn Wiggins sturzfrei bleibt, kann wohl niemand mehr den ersten Sieg eines Briten in 109 Jahren Tour de France verhindern.

Die am Sonntag auf den Champs Elysées endende letzte Etappe ist nur noch für die Sprinter interessant. Zuletzt wurde das Gesamtklassement an der Spitze im finalen Abschnitt vor 23 Jahren noch gedreht, als Greg LeMond Laurent Fignon in einem Zeitfahren noch um acht Sekunden verdrängte. Wiggins, der die 53,5 Kilometer der 19. und vorletzten Etappe in 1:04:13 Stunden als Schnellster vor seinem Landsmann Froome und Luis Leon Sanchez aus Spanien (+1:50 Minuten) absolvierte, hat vor dem Tour-Finale 3:21 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen und den Italiener Vincenzo Nibali (+6:19 Minuten).

Wiggins’ Tagessieg in Chartres war auch eine kleine Genugtuung für die in den Pyrenäen eingesteckte Häme. Froome hatte dort zum zweiten Mal nach seinem Etappenen-Sieg in den Alpen für alle sichtbar deutlich gemacht, dass er seinem Kapitän im Hochgebirge überlegen ist. Bester Deutscher wurde beim Zeitfahren der Erfurter Tour-Debütant Patrick Gretsch (+2:28 Minuten) auf Rang sechs. Altmeister Andreas Klöden enttäuschte mit 1:08:02 Stunden. Trotzdem liegt er mit seinem RadioShack-Team an der Spitze der Mannschaftswertung und hofft auch an diesem Sonntag auf den Champs Élysées vorn zu bleiben. Teamkollege Jens Voigt würde das als große Genugtuung nach den Schock durch den dopingverdächtigen Fränk Schleck empfinden. „Mit allen verbliebenen sechs Fahrern auf dem obersten Treppchen zu stehen, mit dem Arc de Triomphe im Hintergrund - das wäre ein schönes Bild“, sagte der 40-Jährige an diesem Samstag.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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