06.07.2010 · Der Norweger Thor Hushovd gewinnt die dritte Etappe der Tour de France. Auf dem Kopfsteinpflaster des Klassikers Paris-Roubaix stürzt Mitfavorit Fränk Schleck schwer und Alberto Contador setzt sich von Lance Armstrong ab. Cancellara übernimmt wieder das Gelbe Trikot.
Von Rainer Seele, ArenbergEs war ein furchterregendes Bild: Fränk Schleck lag am Boden, eine ganze Weile lang, um seinen Zustand herrschte zunächst große Sorge. Am Dienstag war für den Radprofi aus Luxemburg die Tour de France beendet, seine Hoffnungen zerschellten auf dem Kopfsteinpflaster im Norden Frankreichs.
Manche Fahrer hatten ja ein Gemetzel befürchtet auf diesem holprigen Gelände, Fränk Schleck auf alle Fälle zahlte einen hohen Preis. Er war auf der vierten Kopfsteinpflaster-Passage gestürzt, der Luxemburger vom Team Saxo-Bank zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu. Es war eine seltsame Fügung, dass sein Rennstall auf der dritten Etappe der Tour doch auch ein Gewinner war.
Beim Etappensieg des Norwegers Thor Hushovd holte der Schweizer Fabian Cancellara sich das Gelbe Trikot zurück, weil Sylvain Chavanel durch mehrere Defekte zurückfiel. Cancellara kam als Sechster in Arenberg an, direkt hinter Andy Schleck. Der Luxemburger machten damit Boden gut gegenüber Alberto Contador und Lance Armstrong. Der Amerikaner steckte an einem turbulenten Tag durch einen Plattfuß ebenfalls in Schwierigkeiten. Wie Tony Martin, der auch zu Fall gekommen war und sich dabei Schürfwunden zuzog. Und er verlor das Weiße Trikot - an Andy Schleck.