09.07.2012 · Verletzungen, Ausfälle, eine fragwürdige Trainingspraxis - und nun ist auch noch Reiter Rath erkrankt: Der geplante Hype um Totilas war nur ein Strohfeuer. Das Goldprojekt ist gescheitert.
Von Evi SimeoniRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Wo sind die Positivbeispiele??
Dass die Rollkur auch in Deutschland angewendet wird, streite ich gar nicht ab. Allerdings gibt es hier auch eine Menge Reiter, die den klassischen Weg gehen und hocherfolgreich sind. Zur Olympiade 2012 fahren 3 Reiterinnen, die als solche Positivbeispiele gesehene werde können. Wo bleiben die Positivbeispiele aus den Niederlanden? Gibt es dort überhaupt einen Reiter im großen Sport, der keine Rollkur anwendet? Mir fällt niemand ein, der auch nur im Ansatz den klassischen und das heißt den richtigen Weg verfolgt! Das man die Niederländer primär mit Rollkur in Verbindung bringt, ist vielleicht nicht in jedem Fall fair, aber es wird seinen guten Grund haben!
Übbrigens wird der Rollkür genau so lange verwendet wie in der Niederlande!!
Kommentar: Leider bin ich hier ein wenig ausgerutscht. Bitte um Verzeihung.
Es muss sein:
Ubrigens wird den Rollkür in Deutschland genau so lange verwendet
wie in die Niederlande!!
Ich kann Ralf Vormbaum nur Recht geben. Die Ausbildungsmethode von Gal ist bekannt, was auf mehreren Videos und Bildern, auch auf Totilas zu erkennen ist. Dem Kind einen anderen Namen geben, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Methode nicht pferdefreundlich ist. Raubbau an diesem Pferd wurde schon viele Jahre früher berieben! Zum einen durch die sehr fragwürdige Ausbildungsmethode und zum anderen durch die Schnelligkeit, mit der dieses Pferd ausgebildet wurde. Totilas war mit 8 Jahren schon auf Grand Prix Niveau und zeigte da schon diese sehr exaltierten Bewegungen. Diese Bewegungen an sich haben sicher schon einen höheren Verschleiß zur Folge als Bewegungen, die "normaler" um nicht zu sagen natürlicher sind. Schaut man ihn sich als 5jährigen an, dann muss man sich schon fragen, wie schädlich eine derart schnelle Bewegungsentwicklung ist. Zeit und Geduld spielen in der Pferdeausbildung nicht umsonst eine wichtige Rolle. Nicht blenden lassen von 3fach Gold, sondern hinsehen!!!
"der außerdem ein hervorragender Ausbilder und Reiter ist"
"Experten für klassische Pferdeausbildung können sich
allerdings kaum vorstellen, dass der Körper des
Hochleistungsreittiers die Folgen der „Rollkur“ heil
überstanden hat."
Ist der Sportredakteurin vielleicht entgangen, dass es Edward Gal war,
der Totilas unter intensiver Anwendung der "Rollkur" über
Jahre ausgebildet hat und nicht Matthias Rath. Die holländischen
Dressurreiter sind für diese Praxis bekannt. Die hervorragenden
Ausbildungsqualitäten Gals zu rühmen, bei gleichzeitiger
Kritik der "Rollkur", passt nun wirklich nicht zusammen.
Nicht nur diesbezüglich erscheint mir der Artikel überzogen
negativ. Herr Rath ist ein junger Mann, der durchaus das Zeug zu einem
hervorragenden Reiter hat und im Hochleistungssport sind Verletzungen
leider an der Tagesordnung.
Rollkür und Verletzungen!
Herr Vorbaum schreibt: dass es Gal war der Totilas unter intensiver
Anwendung der "Rollkür" über Jahre ausgebildet hat.
Im Hochleistungssport sind Verletzungen leider an der Tagesordnung!
Totilas ist total nicht nicht in der Rollkür ausgebildet. Waren Sie
dabei? Können Sie das nachweisen? Oder sind Sie auch einer der
vielen der nicht genau weiß was der Rollkür ist?
Übbrigens wird der Rollkür genau so lange verwendet wie in der Niederlande!!
Totilas war unter Gal noch nie verletzt, nicht eine Tag!! Die
Verletzungen von Totilas sind fatale Folgen wegen der Überforderung
von Totilas. Totilas leitet an Uberforderung-Rehe und das ist der Folge
von der unfähigkeit von Rath Sr. und Jr. Das ganze Totilas-Projekt
ist gescheitert und das passiert ein hervorragender Reiter nicht. Rath
fehlt das Gefühl was notwendig ist um eine wirkliche ganz
große Reiter zu sein!!
Lieber Herr Vormbaum,
Matthias Rath hat sich das Pfeiffersche Drüsenfieber, verursacht
durch den Epstein-Barr-Virus, eingefangen. Eine unangenehme Krankheit,
die ich selbst vor über 20 Jahren hatte.
Allerdings meine ich zu ihm und Totilas, dass die beiden keine Einheit
bilden, dass Ross und Reiter einfach nicht zusammenpassen. Im
übrigen tut mir der arme Gaul leid, ein wunderschönes Pferd,
das mit unnatürlicher Kopfhaltung/Rollkur zum Gehorsam gezwungen
wird. Da haben alle Beteiligten fast "ganze Arbeit" geleistet,
die der Hengst unter Rath nun aber oft genug zu sabotieren weiß.
Eine durchaus imponierende und vor allem verständliche Reaktion des Pferdes.