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Tennis-WM : Der Djoker setzt sich durch

  • Aktualisiert am

Zum zweiten Mal: Novak Djokovic mit der Trophäe der ATP-Tour-Finals Bild: AFP

Novak Djokovic gewinnt zum zweiten Mal das Turnier der besten Acht zum Saisonende: Er bezwingt Titelverteidiger Roger Federer in einem engen und hochklassigen Match.

          Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat den Tennis-Showdown des Jahres in London für sich entschieden. Der Serbe bezwang am Montagabend im Endspiel des ATP-Tour-Finals Titelverteidiger Roger Federer in einem hochklassigen Match 7:6 (8:6), 7:5. Für den fünundzwanzig  Jahre alten Belgrader war es der zweite Erfolg beim Turnier der acht Saisonbesten nach 2008, damals noch am Austragungsort Schanghai. Er holte sich den Titel in der O2-Arena unbesiegt in allen Partien und sicherte sich 1,76 Millionen Dollar Preisgeld. Djokovic feierte den sechsten Turniersieg 2012 und den 34. Karriere-Titel. Er verkürzte im direkten Duell mit Federer, der Nummer zwei der Welt, auf 13:16.

          Es kann nur einer gewinnen: Shakehands nach einem spannenden Match.
          Es kann nur einer gewinnen: Shakehands nach einem spannenden Match. : Bild: AFP

          „Wir haben uns beide heute zum Maximum gepusht. Ich hatte eine fantastische Saison und könnte das Jahr nicht schöner beenden als so“, sagte Djokovic. „Ich gratuliere Novak zu einem großartigen Jahr, zu einem großartigen Turnier und einem großartigen Match. Ich kann nicht besser spielen als heute“, erklärte Federer. Dem sienzehnfachen Grand-Slam-Turniersieger liegt der Schauplatz London eigentlich. Hier hatte Federer in diesem Sommer nicht zuletzt seinen siebten Wimbledon-Rekordtitel gewonnen. Nach dem verlorenen Olympia-Finale gegen Andy Murray bestritt „King Roger“ nun schon sein drittes großes Endspiel des Jahres an der Themse.

          Djokovic als Mann für entscheidende Punkte

          Wie schon gegen Lokalmatador Murray im Halbfinale hatte der Mann aus Basel die Mehrheit der 17 800 Zuschauer in der ausverkauften Arena auf seiner Seite - und er legte los, als merke er nichts von einem langen Jahr in seinen Knochen: Nach acht Minuten stand es 3:0 für den „Fed-Express“. Doch dann kämpfte sich Djokovic in die Partie.

          Nun ja, ein bisschen mehr Contenance im Augenblick des Siegs könnte er sich von Federer vielleicht noch abschauen: Novak Djokovic als frischgebackener Champion.
          Nun ja, ein bisschen mehr Contenance im Augenblick des Siegs könnte er sich von Federer vielleicht noch abschauen: Novak Djokovic als frischgebackener Champion. : Bild: dapd

          Der Australian-Open-Champion wirkte zum Saison-Endspurt wieder erstaunlich frisch und machte seinem Ruf als Mann für die Big Points - der „Djoker“ mit den Nerven wie Drahtseile - alle Ehre. Erst vor einer Woche hatte er Federer wieder als Branchenprimus abgelöst und behauptet die Weltspitze damit wie in der Vorsaison zum Jahresende.

          Breaks und Rebreaks

          Djokovic gelang das Rebreak zum 2:3 und von da an begann ein hochspannendes und hochklassiges Endspiel. Djokovic konnte Federer dann zum 5:4 erneut das Service abnehmen, kassierte dann aber prompt einen Aufschlagverlust, er stürzte, musste sich Schürfwunden am Ellbogen behandeln lassen, um dann in einem dramatischen Tiebreak schließlich seinen insgesamt dritten Satzball zu nutzen.

          Ein paar entscheidende Punkte nicht gemacht: Roger Federer in der Londoner Arena.
          Ein paar entscheidende Punkte nicht gemacht: Roger Federer in der Londoner Arena. : Bild: dapd

          Aber Federer schlug sofort mit einem Break zum 1:0 zurück - angepeitscht von seinen zahlreichen Fans mit bestimmt 50 Schweizer Flaggen in der Halle. Diesen Vorteil konnte er aber im zweiten Durchgang wieder nicht halten - bei 5:4 und 40:15 vergab er sogar zwei Satzbälle. Der Serbe war am Ende der Nervenstärkere der beiden und spielte nahezu fehlerlos. Er verwandelte nach 2:14 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball mit einem Rückhand-Longline-Passierball.

          Rekordchampion des Turniers der acht Saisonbesten bleibt Federer mit sechs Titeln (2003, 2004, 2006, 2007, 2010 und 2011) - hinter ihm folgen in der ewigen Bestenliste Ivan Lendl und Pete Sampras (je fünf).

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