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Tennis-Masters in Doha Russischer Glanz am Persischen Golf

 ·  Das Tennis-Masters der Damen wirkt wie eine Osteuropa-Meisterschaft unter Beteiligung der Williams-Schwestern. Safina, Kusnezowa und Dementjewa stellen die russische Fraktion. Und die Wett-Affäre um Wozniacki sorgt noch für Wirbel.

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Ohne US-Open-Siegerin Kim Clijsters und die erst im Januar ihr Comeback gebende Justine Henin (beide Belgien) mutet der Saisonabschluss der Tennis-Damen beim Masters in Doha von diesem Dienstag an wie eine Osteuropa-Meisterschaft unter Beteiligung der amerikanischen Williams-Schwestern an. Die wieder auf Platz eins der Weltrangliste vorgerückte Dinara Safina, French-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa und Olympiasiegerin Jelena Dementjewa stellen die russische Fraktion. Dazu kommen die weißrussische Debütantin Viktoria Asarenka, die Serbin Jelena Jankovic, Caroline Wozniacki, die zwar Dänin ist, deren Eltern aber beide aus Polen stammen, sowie die unverwüstlichen Schwestern Venus und Serena Williams.

Die Williams-Schwestern sind am Persischen Golf auch im Doppel dabei und bilden mit Kusnezowa und Dementjewa die vermeintlich stärkere „Braune Vorrundengruppe“. Asarenka und Jankovic eröffnen das Turnier, bei dem es um die Rekordsumme von viereinhalb Millionen Dollar geht, um 15 Uhr in der „Weißen Gruppe“. Danach spielt Titelverteidigerin Venus gegen Dementjewa, zum Abschluss des ersten Tages trifft Serena auf Kusnezowa. Gespielt wird nach dem Prinzip „jeder gegen jede“, die jeweils Erst- und Zweitplazierten ziehen ins Halbfinale am Samstag ein. Die Siegerin kann 1,55 Millionen Dollar verdienen, falls sie ungeschlagen bleibt.

Während die deutschen Damen beim 39. Masters einmal mehr nur Zuschauerinnen sind, posierten die acht Teilnehmerinnen bei der Eröffnungsfeier am Sonntag in exklusiver Abendgarderobe. Doch die Wett-Affäre um die 19-jährige Caroline Wozniacki beim Turnier in Luxemburg in der Vorwoche sind auch von dem ganzen Glamour nicht restlos zu überstrahlen.

Weil sie in Luxemburg trotz einer 7:5, 5:0-Führung gegen Lokalmatadorin Anne Kremer aufgegeben hatte, hatte die WTA-Tour wegen möglichen Wettbetrugs Ermittlungen gegen den Teenager eingeleitet, der alle Vorwürfe weit von sich weist. „Ich habe nichts Falsches getan. Ich hatte keine Chance, das Match zu beenden, also habe ich mich dafür entschieden, aufzuhören. Ich habe nichts mit Wetten zu tun“, betonte die Dänin in Doha. „Ich fühle mich in meiner Ehre gekränkt“, wurde sie zuvor in dänischen Medien zitiert.

Sie habe bereits mit WTA-Verantwortlichen gesprochen, es gebe nichts Verdächtiges, was auf Manipulationen hindeute. Wozniackis Vater hatte die Weltranglisten-Vierte wegen einer Oberschenkel-Blessur schon weit früher vom Platz beordern wollen, um die Masters-Teilnahme nicht zu gefährden. Die vom Reglement der WTA eigentlich gar nicht gestatteten Gespräche waren bei der Internet-Übertragung zu hören und lösten Spekulationen über erhöhte Wetteinsätze zugunsten Kremers aus. Bisher hat die WTA keine Ergebnisse ihrer Untersuchung mitgeteilt.

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