Home
http://www.faz.net/-gub-sjpc
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Donnerstag, 16. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Tennis German Open ohne Gastgeber

10.05.2006 ·  Die deutschen Tennisspielerinnen haben in Berlin für eine weitere Enttäuschung gesorgt. Schon in der zweiten Runde der German Open sind alle ausgeschieden. Auch Martina Müller und Julia Schruff schieden aus. Für Nicolas Kiefer ist das Turnier in Rom beendet.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (0)

Die deutschen Tennisspielerinnen haben in Berlin für eine weitere Enttäuschung gesorgt und lassen die German Open ohne Vertreter des gastgebenden Verbandes weitergehen. Schon in der 2. Runde mußten am Mittwoch neben der mit großem Erwartungsdruck gestarteten Favoritin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) auch Martina Müller (Hannover) und Julia Schruff (Augsburg) die Segel streichen. Bereits in der 1. Runde waren Sandra Klösel (Urloffen) und die 16- jährige Berlinerin Sabine Lisicki ausgeschieden.

Vor allem die 3:6, 6:2, 3:6-Niederlage der an Nummer sieben gesetzten Grönefeld gegen die krasse Außenseiterin Catalina Castano (Kolumbien) war frustrierend für die Veranstalter. Die 20 Jahre alte deutsche Hoffnung, die mit ihrem Turniersieg in Acapulco im März schon auf den Spuren von Steffi Graf zu wandeln schien, wirkte gegen die in der Weltrangliste 22 Plätze hinter ihr auf Rang 36 stehende Gegnerin nervös. Sie produzierte eine Unmenge von Fehlern und konnte nie ihr präzises Spiel von der Grundlinie aus aufziehen.

Hingis ließ sich nicht überraschen

„Ich war nicht aggressiv genug und habe viel zu weit hinter dem Feld gestanden. Ich wollte besser spielen, weil Turniere in Deutschland für mich ein besonderer Ansporn sind. Aber sie hat es nicht zugelassen und mich hinten festgenagelt. Da habe ich dann die ganzen leichten Fehler gemacht“, haderte Grönefeld mit ihrem Auftritt und lobte gleichzeitig die Kolumbianerin. Castano profitierte bei ihrem zweiten Matchball nach knapp zwei Stunden folgerichtig von einem Fehler der Deutschen, die den Return ins Aus schlug.

Nicht überraschend kommen dagegen die Niederlagen von Martina Müller beim 3:6, 6:3, 0:6 gegen Swetlana Kusnezowa (Rußland) und von Julia Schruff mit 4:6, 3:6 gegen Martina Hingis (Schweiz). Müller wehrte sich gegen die an Nummer sechs gesetzte ehemalige US-Open- Gewinnerin zwar beherzt, hatte aber dem Kraft-Tennis der Moskauerin im letzten Satz nichts mehr entgegen zu setzen. „Als sie in Führung lag, ist sie wie ein ICE über mich hinweg gebraust“, gestand die 23- Jährige.

Auch in Rom sind alle Deutschen raus

Julia Schruff, die im vergangenen Jahr mit ihrem Zweitrunden-Sieg gegen die damalige French-Open-Gewinnerin Anastasia Myskina (Rußland) für Furore gesorgt hatte, stand gegen Hingis trotz großer Gegenwehr auf verlorenem Posten. Die frühere Weltranglistenerste und Berlin-Siegerin von 1999 ließ sich nach dem 0:2-Rückstand zum Auftakt nicht mehr überraschen und fiebert in der 3. Runde der Revanche gegen Jelena Dementjewa entgegen. Gegen die Russin hatte Hingis das erste Finale nach ihrem Comeback dieses Jahr in Tokio verloren.

Nicolas Kiefer schied derweil in der zweiten Runde des Tennis-Masters-Turniers von Rom aus. Der Weltranglisten-Zwölfte aus Hannover verlor 3:6, 6:7 (3:7) gegen den letztjährigen Viertelfinalisten Alberto Martin aus Spanien. Nachdem Thomas Haas bereits am Montag zum Auftakt gescheitert war, sind in der italienischen Hauptstadt keine deutschen Profis mehr dabei.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Muntermacher Alba

Von Michael Reinsch

Alba Berlin läuft weiter den Erwartungen hinterher. Im Pokal ereilte den Klub nun das vorzeitige Aus. Nun dient der Vorzeigeklub nur noch als Motivation für die Gegner. Mehr