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Tennis-Eklat in Dubai Rückzug von Fernsehpartner und Sponsor

18.02.2009 ·  Die Israelin Shahar Peer durfte nicht zum Tennis-Turnier in Dubai einreisen. Nun geraten die Organisatoren in die Bredouille. Der Sponsor und der Fernsehpartner stiegen aus. Es drohen weitere Sanktionen - auch weil ein anderer Israeli um sein Visum bangt.

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Das Einreiseverbot für die Israelin Shahar Peer zum WTA-Turnier in Dubai bringt die Organisatoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten immer mehr in die Bredouille. „Die Zukunft des Turniers steht sehr in Zweifel“, erklärte WTA-Boss Larry Scott: „Wir sind verärgert und empört. Es wird auf jeden Fall Sanktionen geben, aber erst nach dem Turnier. Was wir auch entscheiden: Es wird ein sehr klares Signal sein.“ Die WTA überlegt, wie Shahar Peer entschädigt werden kann. Der Amerikaner Scott hatte ferner erklärt, es werde geprüft, ob 2010 noch Platz für das mit zwei Millionen Dollar dotierte und hochklassig besetzte Turnier von Dubai im Kalender sei.

Die Organisatoren mussten am Dienstag bereits einige handfeste Rückschläge verkraften. Nach dem sofortigen Ausstieg der Europa-Ausgabe des „Wall Street Journal“ als Sponsor strich der für den amerikanischen Markt wichtige Spartenkanal Tennis Channel die Übertragungen aus Dubai aus seinem Programm (siehe auch: Tennis-Kommentar: Arabische Willkür).

„Dubai wendet sich durch seine Vorgehensweise Extremisten zu“

Die ATP behält sich angesichts des drohenden Einreiseverbotes für Peers Landsmann Andy Ram beim Turnier in der kommenden Woche an gleicher Stelle eine Reaktion vor. Die Situation soll erst im Fall einer Visumverweigerung für Ram analysiert werden. Ram forderte am Rande des derzeit laufenden Turniers in Marseille eine entschlossene Haltung von WTA und ATP. „Es ist eine der größten Veranstaltungen im Turnier-Kalender, also müssen sie Wege finden, dass Israelis dort spielen können. Es sollte lieber früher als später etwas unternommen werden. ATP und WTA müssen ihrer Verantwortung gerecht werden“, sagte der Doppel-Spezialist.

Der Eklat hat inzwischen auch die internationale Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center auf den Plan gerufen. Center-Gründer Rabbi Marvin Hier forderte vom Dubai-Sponsor Barclays Bank die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Rabbi Hier sprach sich außerdem für einen Abbruch des Turniers aus: „Wenn man Israelis aussperrt, kann man das Turnier auch gleich Dubai Apartheid Open nennen. Dubai wendet sich durch seine Vorgehensweise Extremisten zu, die den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern stören wollen. Wenn Dubai die Sicherheit der Sportler in seinem Land nicht gewährleisten kann, muss das Turnier abgesagt oder abgebrochen werden.“

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