Home
http://www.faz.net/-gub-76d40
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Tennis Comeback gelungen

Federico Delbonis hat seine 90 Minuten Berühmtheit gehabt - als Gegner von Rafael Nadal bei dessen Rückkehr auf die Tennis-Tour im chilenischen Viña del Mar.

© REUTERS Vergrößern Wieder da: Rafael Nadal

Eigentlich war alles wie immer. Mit etwas Verspätung betrat Rafael Nadal den kleinen Center Court im Club Naval de Campo Las Salinas. Penibel wie eh und je breitete der Spanier die Getränkeflaschen rund um seine Bank aus. Als er später sein von der durchgeschwitztes Shirt wechselte, raunten vor allem die weiblichen Tennis-Fans auf den klapprigen Tribünen. Doch von Normalität konnte für Nadal keine Rede sein. Sieben Monate lang hatte die einstige Nummer eins der Welt auf diesen Moment warten, nach seiner hartnäckigen Knieverletzung immer wieder Rückschläge einstecken müssen.

Nun ist Nadal also wieder da. Nach dem ersten Erfolg am Dienstagabend mit seinem argentinischen Partner Juan Monaco im Doppel, verlief auch das Einzel-Comeback des Mallorquiners vielversprechend.

Mehr zum Thema

Am späten Mittwochabend gewann Nadal beim kleinen Sandplatz-Turnier in Viña del Mar gegen den argentinischen Qualifikanten Federico Delbonis 6:3, 6:2. Die Erleichterung über seine Rückkehr war ihm deutlich anzusehen. „Wieder Tennis auf Wettkampfniveau spielen zu können, ist ein gutes Gefühl. Ich genieße es und bin glücklich“, sagte der 26-Jährige. „Heute ist das Ergebnis nicht das Wichtige. Das Wichtigste ist einfach, dass ich hier bin.“

RAFAEL NADAL VS FEDERICO DELBONIS © dpa Vergrößern Dankbarer Gegner: Federico Delbonis

Nadal machte seinen Sieg mit einem Vorhand-Passierball perfekt. Der elfmalige Grand-Slam-Turnier-Sieger gab nach dem lockeren Match eine klare Ansage: „Ich werde nicht mehr über das Knie reden. Was jetzt zählt ist das Tennis, darum bin ich hier“, sagte Nadal leicht genervt ob der immer und immer wiederkehrenden Fragen nach seinem Gesundheitszustand. „Es tut immer noch weh, aber die Ärzte haben ihr Okay gegeben und das ist es, was zählt.“

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Michael Stich im Gespräch „Wir haben den künftigen Wimbledon-Gewinner“

Der Hamburger Turnierdirektor Michael Stich im Gespräch über das Star-Potential von Alexander Zverev, die Notwendigkeit der Talentförderung und die alten Zugpferde im Tennis. Mehr

21.07.2014, 10:49 Uhr | Sport
Tennis Lisicki bricht Aufschlag-Weltrekord - und verliert

Sabine Lisicki hat beim Turnier in Standford abermals früh verloren. Aber wenigstens hat sie einen Trost: Die deutsche Tennisspielerin hat eine neue Bestmarke aufgestellt mit dem schnellsten gemessenen Aufschlag der Geschichte im Frauentennis. Mehr

30.07.2014, 10:01 Uhr | Sport
Allmächtiger Präsident Argentiniens Fußball ruht nach Grondona-Tod

Die wichtigsten Entscheidungen und Projekte müssen nun ohne den verstorbenen Verbandschef Grondona getroffen werden. Es geht um nichts weniger als den neuen Nationaltrainer und eine gemeinsame WM-Bewerbung Argentiniens mit Uruguay. Mehr

31.07.2014, 12:13 Uhr | Sport
Umfrage

Markus Rehm darf nicht zur EM: Ist das „Nein“ zum Prothesenspringer richtig?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Keine Zeit für Stillstand

Von Michael Ashelm

Bei all den guten Perspektiven des deutschen Fußballs nach dem WM-Titel von Rio und EM-Sieg der U 19 ist die Versuchung groß, alles so laufen zu lassen. Doch der neue DFB-Sportdirektor steht vor wichtigen Aufgaben. Mehr 1