15.12.2012 · Auch am Sonntagabend wurden wieder mit Gold verzierte Olympioniken zu Deutschlands Sportlern des Jahres gekürt. Doch es gibt Alternativen aus den Subkulturen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat sie mit Blick über den Tellerrand geehrt.
Von Karl-Heinrich BetteRichtlinien für Lesermeinungen
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Der gesellschaftliche Wert des Spitzensports ist nicht hoch genug einzuschätzen
Denn er zeigt uns: Es ist egal, was du machst, solange du der beste bist. Nur, weil es im 21. Jh. eine für das Gemeinwohl vollkommen überflüssige Begabung ist, eine Scheibe weit schmeißen, schwere Gewichte heben oder auf zwei Bretter geschnallt sehr schnell einen Berg hinuntersausen zu können, ist das noch lange kein Grund, sein Leben nicht vollkommen darauf auszurichten. Und natürlich hat Robert Harting recht, wenn er Gehalt und Prämien, die der Staat für Olympioniken zahlt, als unterdimensioniert empfindet (Fußball!), bemängelt, dass Sportler nur nach Olympischen Spielen in Talk- und Jahresrückblickshows eingeladen werden, um dort ihre vergoldete Meinung zu sämtliche Themen kund zu tun, und einen eigenen öffentlich-rechtlichen Sportkanal fordert, der jede Höher/Schneller/Weiter-Challenge live überträgt. Für die Zeit, in der kein sportl. Wettkampf zu senden ist, schlage ich übrigens vor, Pfahlsitzen, Hot-Dog-Wettessen, Lumberjack und Ketchup-Trink-Rekordversuche zu zeigen.