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Stimmen zum Kampf „Habe mich selten so gern geirrt“

01.04.2007 ·  „Henry hat eine wahnsinnige Leistung gezeigt“, lobte Wladimir Klitschko, für ihn ist Henry Maske nach dem Sieg gegen Virgil Hill „eine Ikone, ein Idol“. Und Günther Jauch rät: „Unter keinen Umständen weitermachen.“

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Virgil Hill: „Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass der Kampf so ausging. Mir war immer klar, dass es ein harter Kampf werden würde, Henry hatte nichts zu verlieren. Ich war gut vorbereitet, in guter Form, aber er war immer besser. Es war ein großartiger Kampf, eine großartige Vorbereitung. Nach dem Kopfstoß habe ich die Fassung verloren. Ich bin aber nicht der Kerl, der sich im Nachhinein beschwert. Ich habe nach hinten raus nicht genug getan. Ich hoffe darauf, dass Henry genau das für mich tut, was ich für ihn getan habe: Mir ein Rematch zu geben. Aber ich werde nicht zehn Jahre darauf warten.“

Wladimir Klitschko, IBF-Weltmeister im Schwergewicht: „The impossible can happen. Henry hat eine wahnsinnige Leistung gezeigt. Er ist eine Ikone, ein Idol. Er steht jetzt neben Max Schmeling. Er hat einen klaren Weg für den Boxsport in Deutschland gelegt und die Sportart hier etabliert. Und dann nach zehn Jahren eine solch unfassbare Leistung abgeliefert. Henry Maske hat das Boxen für jede Gesellschaftsschicht geöffnet. Davon haben alle Boxer, ich eingeschlossen, auch profitiert.“

Witali Klitschko, der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht mit Comeback-Absichten: „Es gibt eine alte Boxerweisheit: Seine Fähigkeiten kann man nicht verlieren, technische und taktische Dinge gehen in Fleisch und Blut über. Vielleicht lassen die Reaktionen etwas nach. Die Leistung von Henry gibt mir Hoffnung.“

Werner Schneyder, Kabarettist und ehemaliger Box-Kommentator: „Maske war deutlich der Jüngere im Ring. Er hat den Kampf intellektuell und professionell kontrolliert. Hill war ein bisschen enttäuschend. Das ist ein Abend, an dem man überhaupt keine Mäkelei zulassen darf. Maske hat alles wahr gemacht, was er angekündigt hat. Er war gut, gescheit und austrainiert. Man kann ihm nur auf die Schulter klopfen und sagen, du bist ein ganz toller Mann. Jetzt Schluss zu machen ist der gescheiteste Entschluss.“

Wilfried Sauerland, ehemaliger Promoter von Maske: „Henry hat eine sensationelle Leistung gezeigt. Ich halte nach wie vor nichts von solchen Comebacks. Aber ich habe mich selten so gerne geirrt wie in diesem Fall. Ohne Manfred Wolke wäre dieses Ding in die Hose gegangen.“

Markus Beyer, ehemaliger Weltmeister im Supermittelgewicht: „Ich bin sprachlos. Das hätte ich ihm nicht zugetraut. Ich glaube allerdings nicht, dass er noch mal in den Ring steigt.“

Jean-Marcel Nartz, Veranstalter und ehemaliger Weggefährte von Maske: „Ich bin von Henrys Leistung mehr als angetan, Chapeau. Das war nicht viel schlechter als vor zehn Jahren. Damals war es der ,Stinker‘-Kampf des Jahrhunderts. Ich glaube, dass er jetzt besser schlafen kann und nicht weitermacht. Wem muss er noch etwas beweisen? Ich glaube, dass er zum zweiten Mal Großes für den Boxsport geleistet hat.“

Günther Jauch, Fernseh-Moderator: „Der Moment des Abends war der, als klar war: Maske kann das noch und gewinnt womöglich gegen einen amtierenden Weltmeister. Er hat sich 55 Wochen akribisch vorbereitet und die Zeit ein bisschen zurückgedreht. Ich würde raten: Unter keinen Umständen weitermachen.“

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