Beim Handball-Bundesligaklub TBV Lemgo herrscht Unruhe wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen TBV-Manager Fynn Holpert. Michael Kempkes von der Staatsanwaltschaft Detmold sagte am Mittwoch, dass es schon seit Januar Ermittlungen gebe. Hintergrund sei ein 200-Millionen-Euro-Scheck eines vermeintlichen Immobilieninvestors. Der „Spiegel“ hatte berichtet, dass mit dem Geld ein Sportpark und weitere Projekte in Lemgo entstehen sollten. Kempkes sagte, Holpert sei eine von vier Personen gewesen, die mit einer Kopie des Schecks bei der Sparkasse Lemgo vorgesprochen hätten. Die Frage sei, ob dieser Scheck echt oder nicht echt ist. Laut Kempkes stehen bei den Ermittlungen der Verdacht der versuchten Urkundenfälschung oder der Verdacht des versuchten Betrugs im Raum. Holpert sagte, er kenne die Vorwürfe im Detail nicht.
Usain Bolt will zugunsten von Yohan Blake auf seine Wild Card für den 100-Meter-Start bei der WM 2013 verzichten. Der Sprintstar kündigte an, sich stattdessen bei den Qualifikationsrennen in Jamaika sie Startberechtigung für Moskau sichern zu wollen. „Yohan hat sich das Recht verdient, als er im letzten Jahr den Titel gewann“, sagte Bolt. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF gewährt den Weltmeistern und neuerdings auch den Siegern der Diamond League freies Startrecht bei der folgenden WM - allerdings nur eine Wildcard pro Nation. Ein Luxus-Problem für Jamaika, das zu viele Sieger im Aufgebot hat: Über 200 Meter ist Bolt Weltmeister und Nickel Ashmeade Sieger der Diamond League - auch er ist Jamaikaner.
Debbie Dunn wird in Moskau sicher nicht starten. Die Hallen-Weltmeisterin von 2010 über 400 Meter ist nach einem positiven Dopingtest für zwei Jahre gesperrt worden. Das teilte die amerikanische Nationale Anti-Doping-Agentur (Usada) mit. Bei der 34 Jahre alten Leichtathletin war bei der Olympia-Ausscheidung der Amerikaner im Juni ein anaboles Steroid analysiert worden. Dunn wurden sämtliche Wettkampfergebnisse seit dem 22. Juni 2012 gestrichen.
Nach Andreas Waschburger hat auch Angela Maurer bei der Freiwasser-EM im italienischen Piombino über 10 Kilometer die Silbermedaille gewonnen. Die Mainzerin kam knapp hinter Lokalmatadorin Martina Grimaldi ins Ziel. Der Saarbrücker Waschburger musste im Männer-Rennen über die olympische Distanz nur den Russen Kiril Abrossimow ziehen lassen. Christian Reichert aus Wiesbaden verpasste als Siebter dagegen ebenso eine Medaille wie Rekord-Weltmeister Thomas Lurz auf Platz zehn. „Es war unheimlich wellig, das hatte mit Schwimmen nichts zu tun“, meckerte Lurz. Dagegen erklärte Waschburger: „Die Wellen haben mir nichts ausgemacht.“
Der Deutsche Ruderverband (DRV) will bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio mit Trainer Hartmut Buschbacher weiter machen. „Bis Mitte Oktober hat er Zeit, seine Entscheidung zu treffen“, sagte DRV-Präsident Kaidel. Buschbacher hatte seinen Posten nach den erfolglosen Spielen 2008 in Peking angetreten. In London gewannen die deutschen Boote nun zwei Gold- und eine Silbermedaille.
Das seit Wochen angekündigte Gespräch zwischen DRV und der vorzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereisten Nadja Drygalla wird am kommenden Dienstag in Hannover stattfinden. „Leider sind wir früher nicht an sie rangekommen“, sagte Kaidel. Die 23-Jährige war nach ihrem Olympia-Start vorzeitig aus London abgereist, weil ihr Lebensgefährte Michael Fischerder rechten Szene angehört hatte. Drygalla hatte sich vom rechten Gedankengut distanziert.
Der deutsche Sport soll 2013 eine etwas geringere Förderung durch den Bund erhalten als in diesem Jahr. Das Bundesinnenministerium (BMI) sieht im Haushaltsentwurf Ausgaben in Höhe von 129,2 Millionen Euro vor. Im Olympia-Jahr 2012 waren es 131,7 Millionen. Unter anderem wird eine Million bei der Dopingbekämpfung eingespart.
Baseball-Profi Brandon McCarthy von den Oakland Athletics ist eine Woche nach seinem Schädelbruch aus dem Krankenhaus entlassen worden. McCarthy hatte bei einem schweren Kopftreffer im Spiel gegen die Los Angeles Angels auch eine Hirnblutung und eine Hirnprellung erlitten. McCarthy lag nach der notwendigen Operation auf der Intensivstation.
Der am Wochenende in Las Vegas gestorbene australische Footballer John McCarthy ist Opfer eines Unfalls geworden. Der 22-Jährige, der mit Teamkollegen vom Spitzenklub Port Adelaide Power auf Saison-Abschlussfahrt gewesen war, sprang Augenzeugen zufolge vom Dach eines vierstöckigen Hauses auf eine Palme, verfehlte sie aber offenbar. Er war am frühen Sonntagmorgen auf dem Gehsteig vor dem Hotel aufgefunden worden. Vorher sei McCarthy nach dem Besuch eines Nachtklubs allein und desorientiert im Casino gesehen worden.