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Sport kompakt Von Rang 55 zum Le-Mans-Sieg

Handballer ohne Punktverlust +++ Kerber sagt nächstes Turnier ab +++ Koch verpasst WM-Norm über 200 Meter Brust +++ Rast übernimmt DTM-Führung +++ Sport kompakt am Sonntag.

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Von Rang 55 zum Le-Mans-Sieg
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Von Rang 55 zum Le-Mans-Sieg

Wer hat den größten Anteil am Triumph von Porsche beim berühmtesten Langstrecken-Rennen der Welt? Vielleicht die Mechaniker von Porsche. In nur wenig mehr als einer Stunde wechselten sie am Samstag die Motor-Getriebe-Einheit des 919 Hybrid und schickten die Piloten Timo Bernhard (Homburg), Earl Bamber und Brendon Hartley (beide Neuseeland) wieder auf die Reise: Von Rang 55 aus rasten die drei im Wechsel durch die Nacht nach vorne, übernahmen nach einer Aufholjagd über 19,5 Stunden die Führung und gaben sie nicht mehr her: „Das ist ein Traum“, sagte Bernhard tief bewegt, „es kann das coolste Rennen sein, aber auch das grausamste.“ So unerbittlich, dass selbst den Hartgesottenen der Szene Tränen in den Augen standen angesichts der Dramen: Toyota, als Favorit losgestürmt, scheiterte wieder auf ganzer Linie. Selbst die Konkurrenz schaute mitleidig. 2016 waren die Japaner drei Minuten vor dem Ziel ausgefallen, den Sieg vor Augen. Auch beim dritten „Hattrick“ von Porsche in der Geschichte des Rennnens profitierten Bernhard und Kollegen von den Defekten der Konkurrenz – auch im gleichen Fabrikat: Der Werks-Wagen Nummer 1 rollte am Sonntagvormittag, souverän in Führung liegend, ohne Öldruck ins Abseits. Was ein Jammer. Schon bahnte sich eine Sensation an. Nach den Problemen von allen Boliden der größten Leistungsklasse (LMP1) übernahm das kleine DC-Racing-Team um Schauspieler-Legende Jackie Chan in ihrem Oreca 07 der zweiten Kategorie für einige Stunden die Führung. Bis der Porsche kam. (F.A.Z.)