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Sport-Glosse Fotobeweis

 ·  Glück für David Storl: Weil die Leichtathletik den Fotobeweis erlaubt, hat die Gerechtigkeit eine Chance. Anders als im Fußball, der sich schwertut mit der Torlinientechnologie.

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© REUTERS Vergrößern Beinahe lückenlose Beweiskette: Pfaffenbachs Storl-Serie

Die meisten Fotos, die in diesen Tagen geschossen werden, sind nicht weiter von Belang. Die Gattin im Bikini am Strand, die Kinder beim Herumtollen am Pool, dazu Berge, Seen und andere Sehenswürdigkeiten - im digitalen Zeitalter wird geknipst, was die Speicherkarte hergibt.

Unter den Millionen Fotos, die in diesen Sommerferientagen geschossen werden, gibt es aber einige, die auch für die Weltöffentlichkeit von Bedeutung sind: jene von professionellen Fotografen, die Bilder aus Krisengebieten übermitteln, oder Fotos von jenen, die ihre Objektive auf Kugelstoßer im Moskauer Luschniki-Stadion richten.

Zum Glück für David Storl: Weil ein Sportfotograf seinen vierten Versuch dokumentierte, konnte der Chemnitzer sich zum zweiten Mal nach 2011 die Goldmedaille umhängen lassen. Die Bilder widerlegten den Eindruck eines Kampfrichters, dass Storl bei seinem Wurf auf 21,73 Meter die Kante des Rings berührt habe. Weil die Leichtathletik den Fotobeweis erlaubt, hat die Gerechtigkeit eine Chance.

Anders als im Fußball, der sich schwertut mit der Torlinientechnologie. Die Fifa hat beim Confederations Cup in Brasilien einen Testlauf zugelassen, nun startet die englische Premier League einen Versuch. Sir Geoff Hurst ist begeistert und behauptet, wenn die Technik schon 1966 existiert hätte, wäre sichtbar gewesen, dass sein Wembleytor „mindestens ein Fuß hinter der Linie war“. Ein deutscher Fotograf hätte ihn sicher eines Besseren belehrt.

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18.08.2013, 13:58 Uhr

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