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Rallye Dakar : Loeb nimmt spektakulären Crash auf seine Kappe

  • Aktualisiert am

Sébastian Loeb und Co-Pilot Elena bringen ihren Wagen wieder auf Vordermann Bild: AFP

Nach seinem mehrfachen Überschlag kurz vor dem Ziel muss Sébastien Loeb seine Hoffnungen auf einen Sieg bei der Rallye Dakar begraben. Der Franzose sei nach eigener Aussage zu übermütig gewesen.

          Sébastien Loeb hat seinen Unfall bei der Rallye Dakar auf die eigene Kappe genommen. Zu gierig sei er nicht gewesen, meinte der Rekordweltmeister, der durch den Crash über eine Stunde Rückstand kassierte und am Montag vom ersten zunächst auf den achten Gesamtrang durchgereicht wurde. Vielleicht sei er aber nicht vorsichtig genug gewesen, wurde Loeb in französischen Medien am Dienstag zitiert. „Vielleicht wollte ich zu schnell fahren.“

          Seine Hoffnungen auf einen Dakar-Triumph gleich bei seiner ersten Teilnahme muss der 41 Jahre alte Franzose nach seinem Crash nun vermutlich begraben. Loeb und sein Beifahrer Daniel Elena blieben zwar unverletzt, das Duo musste aber erst einmal den Wagen reparieren. Das kostete den als Führenden auf das Tagesstück von Salta nach Belen gestarteten Loeb viel Zeit.

          Peterhansel übernimmt die Führung

          Aus der Ferne musste er über sich ergehen lassen, wie er die Gesamtführung an seinen französischen Landsmann Stéphane Peterhansel abgeben musste. Dem Dakar-Rekordsieger genügte am Montag der dritte Platz mit 31 Sekunden Rückstand auf Nasser Al-Attiyah. Der Dakar-Sieger von 2015 feierte seinen ersten Tageserfolg bis der diesjährigen Auflage.

          Er bescherte damit auch Mini den ersten Sieg bei der aktuellen Dakar. Der Fahrer des hessischen X-raid-Teams durchbrach damit die Phalanx der bisher so dominierenden Peugeots DKR 2008. In eben solch einem sicherte sich der frühere Weltmeister und Dakar-Gewinner Carlos Sainz aus Spanien am Montag auch den zweiten Platz. Er war nur zwölf Sekunden langsamer als Al-Attiyah. Im Klassement übernahm Peterhansel die Führung vor Sainz. Al-Attiyah rückte auf Rang drei vor – sein Rückstand beträgt allerdings noch immer rund eine Viertelstunde.

          Glück im Unglück: Bei dem Unfall blieben Loeb und sein Co-Pilot unverletzt
          Glück im Unglück: Bei dem Unfall blieben Loeb und sein Co-Pilot unverletzt : Bild: AFP

          Im Lager von Loeb war man froh, dass er es mit seinem Co-Piloten überhaupt bis ins Ziel geschafft hatte. Die beiden hätten ihr Auto selbst wieder in Ordnung gebracht und das Ziel erreicht, verkündete Peugeot.

          Der Kampf um die Dakar-Krone ist aber nun vorerst wohl nur noch ein Duell statt ein Dreikampf der Rallye-Legenden. „Es kann alles passieren“, hatte der elfmalige Gesamtsieger Peterhansel vor der ereignisreichen achten Etappe die Devise für die zweite Hälfte des Offroad-Klassikers ausgegeben. „Unsere einzige Strategie ist die Attacke“, hatte Loeb versprochen.

          Mit drei Tagessiegen bewies der neunmalige Weltmeister bereits eindrucksvoll, dass er nicht nur zum Lernen, wie er stets kokettierte, sondern zum Siegen nach Südamerika gekommen ist. Platte Reifen, ein defektes Gaspedal und Fehler beim Navigieren - Loeb überstand bislang alle Probleme mit der Klasse einer PS-Legende. Am Montag erwischte es aber auch ihn.

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          Rallye Dakar : Ein wilder Ritt durch den Sandkasten

          Dementsprechend wird es nun erstmal auf den Kampf zwischen Peterhansel und Sainz hinauslaufen. Der Franzose will nach sechs Triumphen als Motorradfahrer nun auch seinen sechsten Gesamtsieg im Auto feiern. Der 50-Jährige setzt auf den entscheidenden Kilometern vor allem auf eins: seine Erfahrung. „Die zweite Woche liegt uns Veteranen besser“, urteilte der Mann mit der Startnummer 302. Als solchen darf sich Sainz getrost auch betrachten. Der Dakar-Gewinner von 2010 kam seinen beiden Markenkollegen nach technischen Problemen zu Beginn immer näher. „So wollen wir weitermachen“, sagte der Routinier, der wie seine beiden Rivalen auf die Überlegenheit der Peugeot-Buggys vertrauen kann.

          Das Werksteam hat in diesem Jahr dem hessischen Privat-Rennstall X-Raid die Vormachtstellung bei der Dakar abgenommen. „Wir haben keine Chance gegen die Peugeots, absolut null“, hatte Al-Attiyah vor seinem ersten Tagessieg beklagt und die fehlende Weiterentwicklung seines Allrad-Mini beklagt. Vor Fehlern oder Pech ist aber auch im Peugeot kein Pilot gefeit. Das zeigt auch Loeb.

          Quelle: dpa

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