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Snooker : Ehemaliger Weltmeister Bingham wegen Wettens gesperrt

  • Aktualisiert am

Zusatzverdienst durch Wetten: Stuart Bingham ist gesperrt worden Bild: dpa

Stuart Bingham hat auf eigene Partien gewettet - wohl immerhin auf Siege. Der Snooker-Verband sperrte ihn nun wegen dieser regelwidrigen Verhaltens.

          Der ehemalige Snooker-Weltmeister Stuart Bingham ist wegen unerlaubter Wetten für sechs Monate gesperrt worden. Wie der Profiverband für Billard und Snooker (WPBSA) am Dienstag weiter mitteilte, darf der Engländer ab diesem Samstag bis zum 26. Januar 2018 nicht antreten, die übrigen drei Monate der Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt. Bei der Weltmeisterschaft wäre er entsprechend startberechtigt. Bingham habe nicht versucht, den Ausgang von Spielen zu manipulieren, unterstrich der Weltverband.

          Der 41-Jährige habe aber in den vergangenen sieben Jahren umgerechnet vermutlich rund 40.000 Euro gewettet und dabei auch auf eigene Partien gesetzt. Bingham wettete demnach teilweise auch im Namen seines Managers und habe in einer ersten Anhörung am 11. Juli nicht alle Vergehen zugegeben. In der zweiten Anhörung am 11. Oktober verurteilte der Verband Bingham außerdem dazu, die Kosten des Verfahrens in Höhe von umgerechnet fast 22.500 Euro zu tragen.

          Mit der Sanktion entspricht der Verband den Vorgaben seines Vorsitzenden Barry Hearn, der in Personalunion als Inhaber der Vermarktungsagentur matchroom sports die großen Profiturniere in Snooker, Darts und anderen Sportarten organisiert. Hearn beschrieb in einem F.A.Z.-Interview, dass eine rigide Verfolgung von Wett- oder Dopingsvergehen vergehen unabdingbar sei für die Integrität der Sportarten.

          Bingham kann bis zum 6. November Einspruch gegen das Urteil einlegen, das ihm auch eine medizinische Behandlung auferlegt. Verbandschef Jason Ferguson äußerte sich enttäuscht über Binghams Verfehlungen, gab sich aber auch überzeugt, dass der Profi in seinen Matches immer alles gegeben habe. Bingham schrieb noch vor der Bekanntgabe des Urteils bei Twitter: „Bleibt ruhig vor dem Sturm.“ Der langjährige Profi hatte sich 2015 überraschend den Weltmeistertitel gesichert.

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