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Silvesterläufe : „Kleiner“ Bekele ganz groß

  • Aktualisiert am

Sieger in Sao Paulo: Tariku Bekele Bild: dapd

Beim prestigeträchtigsten Silvesterlauf in Saop Paulo und auch in Trier dominieren wie gewohnt afrikanische Läufer. Sabrina Mockenhaupt siegt in Werl, wo ein Hobbyläufer stirbt.

          Der „kleine“ Bekele war in Sao Paulo der Größte, und auch Leichtgewicht Sabrina Mockenhaupt beendete das vorolympische Jahr mit einem Sieg. Die oft feucht-fröhlich gefeierten Stars der Silvesterläufe kamen am Samstag erneut vor allem aus Kenia und Äthiopien. Tariku Bekele (24), der fünf Jahre jüngere Bruder des dreimaligen Olympiasiegers Kenenisa Bekele, gewann den Klassiker in Sao Paulo bei seinem ersten Start. In Bozen ließ der Kenianer Edwin Soi bei seinem vierten Triumph gleich zwei Weltmeister hinter sich.

          Dauerläuferin Mockenhaupt siegte vor einem Jahr in Trier - am Samstag war „Mocki“ beim 15-km-Rennen von Werl nach Soest die Schnellste. Fast vier Minuten nahm die deutsche Serienmeisterin nach 53:33 der bis dato vierfachen Siegerin Heike Bienstein aus Dortmund (57:25) ab. „Heute wollte ich nur gewinnen. Die Zeit war mir egal“, sagte die 31-Jährige von der LG Sieg.

          Kult: Das Läuferfeld in Sao Paulo
          Kult: Das Läuferfeld in Sao Paulo : Bild: AFP

          Dominik Fabianowski (Troisdorf/Siegburg) konnte den zeitgleichen Jörg Heiner (Wenden) in 47:47 Minuten in einem Millimeter-Finish bezwingen. 5000 Läufer, Walker und Inliner waren bei Deutschlands größtem Silvesterlauf gestartet. Überschattet wurde das Rennen vom Tod eines 45-Jährigen. Der Mann brach mit Herz-Kreislauf-Versagen zusammen. Ein Notarzt konnte ihn zwar noch reanimieren, im Krankenhaus starb der Läufer aber kurz darauf.

          Rennen im brasilianischen Regen

          Tariku Bekele kam, lief und siegte: Beim Regenrennen von Sao Paulo stand der 24 Jahre alte Äthiopier am Ende auf der Sonnenseite. „Ich bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe. Es ist mein erstes Rennen in Brasilien“, sagte Bekele. Er spulte die 15 Kilometer in 43:35 Minuten ab, verfehlte aber den 16 Jahre alten Rekord des Kenianers Paul Tergat (43:12). Die Kenianerin Priscah Jeptoo knackte in 48:48 Minuten den Vorjahresrekord ihrer Teamkollegin Alice Timbilili.

          Sieg in Trier: Mosinet Girmet
          Sieg in Trier: Mosinet Girmet : Bild: dapd

          Edwin Soi setzte sich in Bozen/Südtirol nach 10 Kilometern in 28:16 Minuten im Spurt vor Halbmarathon-Weltmeister Wilson Kiprop (beide Kenia/28:17) durch. Dritter wurde Cross-Weltmeister Imane Merga (28:57) aus Äthiopien. Bei den Frauen sorgte Kenias 5000-Meter-Weltmeisterin Vivian Cheruiyot für einen standesgemäßen Sieg auf der Fünf-Kilometer-Distanz. Sie gewann in 16:03,0 Minuten, die erst 20-jährige Äthiopierin Asfera Godfay hatte aber nur vier Zehntelsekunden Rückstand.

          Äthiopischer Doppelsieg in Trier

          In bester Stimmung haben 15.000 Zuschauer in Trier einen äthiopischen Doppelsieg erlebt. Girmet Mosinet setzte sich über 8 Kilometer in 22:37 Minuten vor drei Landsleuten durch. Fünfter und bester Nicht-Afrikaner war der deutsche 5000-Meter-Meister Arne Gabius (Tübingen) mit neun Sekunden Rückstand auf den Sieger. Die Äthiopierin Almensh Belete verwies nach 5 Kilometern in 15:56 Minuten das deutsche Duo Corinna Harrer aus Regensburg (16:04) und die Potsdamerin Diana Sujew (16:08) auf die weiteren Podestplätze.

          In Peuerbach/Österreich landete Marathon-Spezialistin Irinia Mikitenko beim Ausflug auf die 5,1-km-„Sprintdistanz“ auf Platz drei (16:31) hinter den Äthiopierinnen Asmera Workeba (16:24,2) und Fikre Kifle-Alem (16:24,6). Kenias Straßen-Weltrekordler Leonard Komon trug sich über 6,8 km (18:51) in die Siegerliste ein.

          Quelle: DPA

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