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Schwimmen DSV-Frauenstaffel holt ohne Steffen EM-Silber

13.12.2008 ·  Die deutsche Frauenstaffel sicherte dem Schwimmverband eine Silbermedaille bei der Kurzbahn-Europameisterschaft in Rijeka. Gesprächsthema ist aber weiterhin die Protestaktion der Badehosen-Revolutionäre Meeuw und Rupprath.

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Die Frauen-Lagenstaffel hat bei der Kurzbahn-EM ohne Olympiasiegerin Britta Steffen zwar Titel und Europarekord verloren, dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) mit Silber aber die fünfte Medaille in Rijeka beschert.

Unterschiedlich lief es für die beiden „Protestschwimmer“: Helge Meeuw zog über 100 m Rücken als Vierter in den Endlauf ein, Thomas Rupprath scheiterte als Zwölfter im Halbfinale über 100 m Lagen - beide diesmal mit normaler Wettkampfbekleidung. Für den 100. Weltrekord auf der Kurz- und Langbahn in diesem Jahr sorgte der Franzose Amaury Leveaux bei seiner erneuten Gala in 44,94 Sekunden über 100 m Freistil. Weltrekorde gab es auch durch den Russen Nikolai Skwortsow über 200 m Schmetterling (1:50,60) und die Lokalmatadorin Sanja Jovanovic über 50 m Rücken (26,23).

Thiel begrüßt Protestaktion

Das DSV-Quartett mit Daniela Samulski (Essen), Janne Schäfer (Heidelberg), Lena Kalla (Würzburg) und Petra Dallmann (Heidelberg) musste sich über 4x50 m Lagen in 1:46,84 Minuten nur der Staffel aus den Niederlanden geschlagen geben, die den Weltrekord von Australien (1:45,73) einstellte. „Wir haben alle zusammen gekämpft und freuen uns“, meinte Schluss-Schwimmerin Dallmann. Meeuw wahrte über 100 m Rücken die Chance auf eine Medaille. Der Frankfurter zog beim Europarekord des Spaniers Aschwin Wildeboer (49,66) in 51,26 Sekunden in den Endlauf am Sonntag ein.

DSV-Präsidentin Christa Thiel begrüßte unterdessen die Aktion von Meeuw und Rupprath am Freitag, als beide in knapper Badehose gegen das Wettrüsten bei den Schwimmanzügen protestiert hatten (siehe: Kurzbahn-EM: Meeuw und Rupprath protestieren in Badehosen). „Damit haben sie mal einen Kontrapunkt gesetzt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Ich finde das gar nicht schlimm“, sagte Thiel. „Wir brauchen klare Regulierungen und Überprüfbarkeit.“ (siehe auch: Kurzbahn-EM: Meeuw und Rupprath protestieren in Badehosen)

Achtbar zog sich der Wahl-Hamburger Steffen Deibler mit Platz sieben über 100 m Freistil (47,43) bei der erneuten Rekord-Show von Leveaux aus der Affäre. Die neue Generation zahlte hingegen einmal mehr Lehrgeld. Gleich sechs DSV-Starter schieden in den Vorläufen aus.

Europameisterschaften in Rijeka, 3. Tag:

Männer:

100 m Freistil:1. Amaury Leveaux (Frankreich) 44,94 Sek. WR; 2. Fabien Gilot (Frankreich) 45,84; 3. Filippo Magnini (Italien) 46,62; ...7. Steffen Deibler (Hamburg) 47,43; 9. Paul Biedermann (Halle/Saale) 47,80 (Halbfinale); 49. Leif-Marten Krüger (Magdeburg) 49,25 (Vorlauf)
1500 m Freistil:1. Federico Colbertaldo (Italien) 14:24,21 Min.; 2. Witali Romanowitsch (Russland) 14:29,64; 3. Samuel Pizzetti (Italien) 14:31,60
50 m Brust:1. Matjaz Markic (Slowenien) 26,47 Sek.; 2. Aleksander Hetland (Norwegen) 26,64; 3. Emil Tahirovic (Slowenien) 26,66; ...24. Johannes Neumann (Riesa) und Marco Koch (Darmstadt) beide 27,59 (Vorlauf)
200 m Schmetterling:1. Nikolai Skworzow (Russland) 1:50,60 Min. WR; 2. Dinko Jukic (Österreich) 1:52,31; 3. Maxim Ganichin (Russland) 1:52,32
Frauen:

400 m Freistil:1. Coralie Balmy (Frankreich) 3:56,39 Min.; 2. Camille Muffat (Frankreich) 3:57,48; 3. Alessia Filippi (Italien) 3:59,35
50 m Rücken:1. Sanja Jovanovic (Kroatien) 26,23 Sek. WR; 2. Katerina Subkowa (Ukraine) 26,65; 3. Elena Gemo (Italien) 26,77; ...10. Daniela Samulski (Essen) 27,47 (Halbfinale); 31. Christin Zenner (Hildesheim) 28,53 (Vorlauf)
100 m Lagen:1. Hanna-Maria Seppälä (Finnland) 59,24 Sek.; 2. Evelyn Verraszto (Ungarn) 59,49; 3. Francesca Segat (Italien) 59,61; ...13. Theresa Michalak (Halle/Saale) 1:01,59 Min. (Halbfinale)
4 x 50 m Lagen:1. Niederlande 1:45,73 Min. (Ranomi Kromowidjojo, Moniek Nijhuis, Hinkelien Schreuder, Marleen Veldhuis); 2. Deutschland 1:46,84 (Daniela Samulski/Essen, Janne Schäfer/Heidelberg, Lena Kalla/Würzburg, Petra Dallmann/Heidelberg); 3. Italien 1:47,05 (Elena Gemo, Roberta Panara, Silvia di Pietro, Federica Pellegrini)

Quelle: FAZ.NET mit sid.
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