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Schwimmen Buschschulte hört auf, Deibler schwimmt Rekord

29.11.2008 ·  „Ich habe mich entschlossen, mehr Zeit meines Lebens an Land zu verbringen“, sagte Antje Buschschulte. Die Planungen von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen gehen dagegen bis London 2012. Und Steffen Deibler schwamm aktuell deutschen Rekord.

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Antje Buschschulte hat ihre Karriere für beendet erklärt. „Ich habe mich entschlossen, aus dem Becken zu steigen und mehr Zeit meines Lebens an Land zu verbringen“, sagte die 29 Jahre alte Magdeburgerin. Buschschulte, vierfache Olympia- Teilnehmerin und 2003 Weltmeisterin über 100 Meter Rücken, hat fast ihr ganzes Leben im Wasser verbracht. „Schwimmen kann ich nun seit 23 Jahren, Schwimmsport kann man es vielleicht seit 20 Jahren nennen und Leistungssport seit 17 Jahren“, rechnete sie zum Abschied auf.

Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (25) will dagegen ihre Schwimm-Karriere bis Olympia 2012 in London fortsetzen. „Die Planungen und Überlegungen gehen bis London - und zwar für die 50 und 100 Meter Freistil“, sagte Steffens Heimtrainer Norbert Warnatzsch am Rande der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen.

Drei deutsche Rekorde in Essen

„Das musste aber auch sein“, sagte Steffen Deibler. Die Rede war von seinem neuen deutschen Rekord über 100 Meter Freistil, den der Schwimmer vom Hamburger SC am dritten Tag der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen erzielte. In 46,67 Sekunden unterbot er seine eigene Bestmarke um mehr als eine halbe Sekunde. Zwei weitere deutsche Rekorde erzielten am Samstag Daniela Samulski von der SG Essen in 26,89 Sekunden über 50 Meter Rücken und Jan Wolfgarten vom SV Würzburg 05 in 14:34,24 Minuten.

Thomas Rupprath sicherte sich über 100 Meter Lagen in 52,94 Sekunden bereits seinen 74. nationalen Titel. Zum zweiten Mal erfolgreich war in Essen der erst 18 Jahre alte Marco Koch vom DSW Darmstadt. Nach seinem Sieg über 100 Meter Brust entschied er in 26,90 Sekunden auch das Finale über die 50 Meter Brust für sich (siehe: Marco Koch: „Austesten, was noch in mir schlummert“).

Buschschulte: „Die Welt ist mir enteilt in diesem Jahr“

54 internationale Medaillen hat Antje Buschschulte bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Zum Höhepunkt Olympia in Peking konnte sie „noch einmal zeigen, was ich zeigen wollte“ und schwamm mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere in das Halbfinale über 100 Meter Rücken. Jetzt ist Schluss. Antje Buschschulte sagt: „Die Welt ist mir enteilt in diesem Jahr, doch ich bin glücklich, so abtreten zu können.“

Wettkämpfe will sie keine mehr bestreiten, vielleicht noch einmal bei einem Einladungs-Schwimmfest den Spaß im Wasser suchen. Ab sofort geht der Beruf vor. An der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg arbeitet Antje Buschschulte an ihrer Promotion in kognitiver Neurobiologie. In ihrer Freizeit will sie sich als Jugend- und Technik-Trainerin beim SC Magdeburg engagieren.

Steffens Nahziel ist die WM in Rom

Britta Steffen, die zurzeit pausiert und sich auf ihr Studium (Wirtschaftsingenieurswesen für Umwelt) konzentriert, hatte die Fortsetzung ihrer Karriere nach ihrem Doppeltriumph in Peking zunächst offen gelassen oder lediglich einen Start über die Sprintdistanz favorisiert. Wieder voll ins Training einsteigen wird Steffen nach Auskunft von Warnatzsch im Januar.

Erstes Ziel 2009 ist die WM vom 17. Juli bis 2. August in Rom. „Wenn ich das erreichen würde, hätte ich alle Titel zusammen. Das wäre natürlich fantastisch“, hatte Steffen zuletzt erklärt. Zusätzliche Motivation und Anreize soll ein Aufenthalt in Australien bringen. „Es geht Britta darum, auch mal etwas Zeit in einem anderen Umfeld zu verbringen. Außerdem möchte sie sehr gerne ihr Englisch verbessern. Ich unterstütze das voll, dass sie sich auch als Persönlichkeit immer weiterentwickeln möchte“, erklärte Warnatzsch.

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