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Schwimm-EM Gold, Gold, Silber, Bronze

 ·  Am letzten Tag der Schwimm-EM gewinnen die Deutschen zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Britta Steffen holt zuerst den Titel über 50 Meter Freistil und nur eine Stunde später Gold mit der Lagen-Staffel. Die deutschen Männer müssen sich Italien geschlagen geben.

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© dpa Gold-Mädels: Die deutsche Lagen-Staffel nach dem Finalsieg in Debrecen

Die deutsche Lagen-Staffel der Frauen ist über 4 x 100 Meter Europameister. Jenny Mensing, Sarah Poewe, Alexandra Wenk und Schlussschwimmerin Britta Steffen schlugen an diesem Sonntag nach 3:58,43 Minuten als schnellstes Team am Beckenrand an. Silber ging an die Italienerinnen, Bronze an Schweden. Eine knappe Stunde vor dem Lauf hatte Steffen bereits über 50 Meter Freistil ebenfalls Gold geholt. Die eigentlich für die Kraul-Lage vorgesehene Daniela Schreiber sei krank, begründete das deutsche Lager vor dem Start, warum Steffen kurzfristig doch noch in die Staffel berufen worden war. Mit der erzielten Zeit beseitigte die Frauen-Staffel letzte theoretische Zweifel an ihrer Olympia-Qualifikation.

Die deutsche Lagen-Staffel der Männer ist ebenfalls an diesem Sonntag über 4 x 100 Meter zur Silbermedaille geschwommen. Helge Meeuw, Christian vom Lehn, Steffen Deibler und Marco Di Carli benötigten an diesem Sonntag 3:34,41 Minuten und waren damit 1,61 Sekunden langsamer als die Italiener. Dritter wurde Gastgeber Ungarn.

Steffen schwimmt Top-Zeiten

Die Goldmedaille von Steffen war ihr insgesamt sechster EM-Titel. Sechs Jahre nach ihrem letzten Triumph über die 50 Meter Freistil stand sie in Debrecen wieder ganz oben auf dem Treppchen. Sie lag nach 24,37 Sekunden stattliche 41 Hundertstel vor der Niederländerin Hinkelien Schreuder. Rang drei ging an die Griechin Nery-Mantey Niangkoura (24,93). Für Steffen war es gleichzeitig die beste Zeit seit dem Verbot der High-Tech-Anzüge und ihrem Weltrekord von Rom 2009. In der Staffel präsentierte sich die deutsche Spitzenathletin ebenfalls in Topform: Sie blieb über die 100 Meter Freistil unter 53 Sekunden - auch dies ihre beste Zeit seit dem Verbot der High-Tech-Anzüge.

Ihre Goldmedaille war eine von insgesamt acht, welche die deutschen Schwimmer bei der 31. EM holten. Insgesamt schwammen die deutschen Athleten zu siebzehn Medaillen. Erfolgreichste Nation war Gastgeber Ungarn mit insgesamt 26 Medaillen. Allerdings fehlten viele Spitzenschwimmer bei den kontinentalen Titelkämpfen, um sich auf die Olympischen Spiele in London vorzubereiten.

Unterdessen schwamm Caroline Ruhnau über 50 Meter Brust auf Platz drei. Die Essenerin schlug nach 31,35 Sekunden an. Das Rennen dieser nicht-olympischen Disziplin gewann die Tschechin Petra Chocova in 31,25 vor der Irin Sycerika Mc Mahon (31,27).

Franziska Hentke hat dagegen ihre letzte Chance auf die Olympischen Spiele vertan. Die Magdeburgerin verpasste die Norm über 200 Meter Schmetterling als Fünfte. In 2:09,01 Minuten lag Hentke am Sonntag über der geforderten Zeit von 2:07,94. Europameisterin wurde die Ungarin Katinka Hosszu in 2:07,28 vor ihrer Teamkollegin Zsuzsanna Jakabos und der Schwedin Martina Granstroem.

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