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Schweizer Eishockey-Mannschaft „Weltmeister der Herzen“

 ·  Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft wird trotz der Final-Niederlage gegen Schweden frenetisch gefeiert. „Wir ziehen den Helm“ schreibt „Blick“ über die „Eisheiligen“, die neun von zehn Spielen gewannen.

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© REUTERS Vergrößern Verschworene Gemeinschaft: Eishockey-Mannschaft der Eidgenossen

Trotz der verpassten historischen WM-Goldmedaille ist die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft am Pfingstmontag in der Heimat frenetisch gefeiert worden. „Weltmeister der Herzen“ nannte die Zeitung „Blick“ das Team von Nationaltrainer Sean Simpson in einer WM-Gratisausgabe. „Ihr bringt Silber heim. Wir ziehen den Helm“, schrieb das Blatt und verlieh dem Team den Namen „Eisheilige“.

Die Enttäuschung über das 1:5 im Finale gegen Weltmeister Schweden am Sonntagabend war in der Alpenrepublik zwar groß, hielt aber nur kurze Zeit an. Dann besannen sich Schweizer Fans des überraschenden WM-Durchmarsches der Auswahl mit neun Siegen bis ins Finale. Damit bescherte die „Nati“ der Schweiz das erst zweite WM-Silber nach 1935. Zugleich war es die erste Medaille seit 1953 - damals gab es Bronze.

Der Vater des Erfolgs, Coach Simpson, stand noch vor einem Jahr vor dem Rauswurf. Nun bezeichnete selbst Regierungschef Ueli Maurer den Trainer im „Blick“-Interview als „Glücksfall für die Mannschaft“. Simpson würdigte das Team im Schweizer Fernsehen als „Vorbild für den Nachwuchs und jede Mannschaft im Land“.

Kapitän Matthias Seger sagte „20Minuten.ch“: „Übers Ganze gesehen ist es ein unglaublicher Erfolg, den wir hier erreicht haben. Wir können extrem stolz sein, und es war großartig, wie diese Jungs füreinander gekämpft haben.“

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© dpa Vergrößern Vater des Erfolges: Trainer Sean Simpson
Schweden ist die neue Nummer 1

Neben der Goldmedaille hat Schweden bei der WM im eigenen Land auch den Sprung auf Rang eins der Weltrangliste perfekt gemacht - die „Tre Kronor“ kletterten drei Plätze nach oben und lösten Vorjahreschampion Russland an der Spitze ab. Das Klassement bestimmt auch die Gruppenaufteilung für die WM 2014.

Die Weltrangliste 2013 (Punkte/Rangveränderung zum Vorjahr):
1. Schweden (3105/+3), 2. Finnland (3065/0), 3. Russland (3040/-2), 4. Tschechien (2975/-1), 5. Kanada (2940/0), 6. USA (2895/+1), 7. Schweiz (2845/+2), 8. Slowakei (2840/-2), 9. Norwegen (2685/-1), 10. Deutschland (2650/0), 11. Lettland (2520/0), 12. Dänemark (2480/0), 13. Frankreich (2450/+1), 14. Weißrussland (2410/-1), 15. Österreich (2265/0), 16. Kasachstan (2225/+1), 17. Slowenien (2215/+1), 18. Italien (2210/-2),

Die Vorrundengruppen bei der WM 2014 in Weißrussland:
Gruppe A: Schweden, Tschechien, Kanada, Slowakei, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Italien
Gruppe B: Finnland, Russland, USA, Schweiz, Deutschland, Lettland, Weißrussland, Kasachstan

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