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Ryder Cup Im Klassischen Vierer oder im Vierball auf die Runde

19.09.2008 ·  Der Ryder Cup ist das prestigeträchtigste Golfturnier der Welt - und für den Laien durchaus verwirrend. Wo liegt der Unterschied zwischen der „Vierer“- und der „Vierball“-Runde? Was bedeutet ein „3 und 2“-Sieg? Die FAZ.NET-Regelkunde zum Ryder Cup.

Von Wolfgang Scheffler, Louisville
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Der Golf-Begriff Vierer täuscht. Wie im Tennis spielen auch beim Vierer (siehe: Ryder Cup: Ganz Kentucky wartet auf den Vierer) im Golf jeweils nur zwei Spieler zusammen. Der Begriff kommt daher, dass vier Spieler gemeinsam auf die Runde gehen. Es gibt dabei die unterschiedlichsten Spielformen. Im Ryder Cup werden am Freitag und Samstag am Morgen jeweils vier „Klassische Vierer“ (Foursome) ausgetragen. Dabei schlagen die beiden Spieler abwechselnd einen Ball, bis er im Loch ist.

Vor dem Spiel müssen sie sich entscheiden, welcher Spieler an den geraden Löchern (2, 4, 6 usw.) und welcher an den ungeraden (1, 3, 5 usw.) abschlägt. Am Nachmittag folgen vier „Vierball“- oder „Bestball“(Fourball)-Matches. Beim „Vierball“ oder „Bestball“ spielt jeder der vier Spieler einen Ball. Gewertet wird jeweils das bessere der beiden Ergebnisse eines Teams (siehe: Ryder Cup: Mit dem Rücken zur Wand und Muhammad Ali als Inspiration).

Das Match gewinnt, wer mehr Löcher gewinnt

Im Ryder Cup werden alle Partien – auch die 12 Einzel am Sonntag - als Lochspiel ausgetragen. Dabei gewinnt der Spieler oder das Team ein Loch, der an diesem Loch die geringste Schlagzahl benötigt. Bei gleicher Schlagzahl wird ein Loch „geteilt". Wer am Ende mehr Löcher gewonnen hat, gewinnt das Match. Haben beide Spieler oder Teams gleich viele Löcher für sich entschieden, wird das Match „geteilt", und jede Mannschaft erhält einen halben Punkt.

Insgesamt werden 28 Punkte vergeben

Pro Sieg im Vierer oder Einzel gibt es einen Punkt, insgesamt werden also 28 Punkte vergeben. Die Ergebnisse im Lochspiel sind für Golflaien verwirrend: 3 und 2 bedeutet zum Beispiel, dass der Sieger drei Löcher mehr gewonnen hat und noch zwei Löcher zu spielen waren, das heißt, das Match war bereits nach 16 Löchern entschieden.

Im Lochspiel wird ein Match immer dann beendet, wenn die Partie entschieden ist, wenn also ein Vorsprung größer ist als die Zahl der noch zu spielenden Löcher. Gewinnt ein Spieler mit nur einem Loch Vorsprung, nennt man das „1 auf". Während der Runde werden die Zwischenstände genauso bezeichnet: Ein Spieler ist zum Beispiel „1 auf“ (englisch 1 up), der Gegner „1 tief“ (1 down) oder bei unentschiedenem Stand „all square".

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