Der Achter der Universität Cambridge hat mit einem deutschen Trio die 152. Auflage des Ruder-Klassikers gegen Oxford verloren. Die WM-Dritten Sebastian Schulte (Wiesbaden) und Thorsten Engelmann (Berlin) sowie Sebastian Thormann (Wertheim) unterlagen mit den „Light Blues“ gegen die „Dark Blues“ aus Oxford beim berühmtesten Amateur-Wettkampf auf der Themse bei London.
Das Siegerteam hatte nach 18:25 Minuten und 6,74 km im Ziel einen überraschend deutlichen Vorsprung. Vor rund einer Viertelmillion Fans an der Strecke zwischen den Bezirken Putney und Mortlake feierte die Oxford-Crew bei schwierigen Bedingungen auf dem aufgewühlten Wasser ihren 73. Sieg. Cambridge hat 78 Erfolge auf dem Konto, 1877 endete das Duell unentschieden. Der Zielrichter soll damals so betrunken gewesen sein, daß er nicht in der Lage war, ein Siegerboot zu bestimmen (Siehe auch: Die Milchsäure beißt, die Lungen brennen).
Oxford erwischte mit dem französischen Schlagmann Bastien Ripoll schon den etwas besseren Start und sicherte sich den entscheidenden Vorteil nach rund der Hälfte der Strecke. Die bei den Buchmachern leicht favorisierte Cambridge-Crew konnte mit dem kanadischen Schlagmann Kip McDaniel dem Zwischenspurt des Kontrahenten nicht folgen. Dabei hatte der 27jährige Schulte, der 2005 bei der WM im japanischen Gifu ebenso wie Engelmann Bronze im Deutschland-Achter geholt und bereits bei der deutlichen Niederlage gegen Oxford im vergangenen Jahr in Cambridges Boot gesessen hatte, vor dem Boat Race noch Optimismus verbreitet. „Unsere Rudertechnik haben wir verbessert, zudem besitzen wir einen besseren Teamgeist“, hatte der BWL-Student erklärt.