http://www.faz.net/-gtl-8yutr

Diamond League in Oslo : Robert Harting knackt die WM-Norm

  • Aktualisiert am

Robert Harting schafft mit 65,11 Metern die Norm für die Leichtathletik-WM im August in London. Bild: AFP

Erstmals seit Olympia 2016 treten die Harting-Brüder gemeinsam bei einem Wettkampf an. Sie haben Mühe, den richtigen Dreh zu finden. Grund zur Freude gibt es aber für Robert Harting – und eine deutsche Sprinterin.

          Das erste Diskus-Duell der Harting-Brüder nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio war kein packender Zweikampf. Immerhin übertraf Robert Harting beim Diamond-League-Meeting am Donnerstagabend in Oslo mit 65,11 Metern die Norm für die Leichtathletik-WM im August in London und wurde Fünfter. Olympiasieger Christoph Harting kam über 64,13 Meter nicht hinaus und landete direkt hinter seinem älteren Brüder auf Platz sechs.

          Das Berliner Duo ist seit den Rio-Spielen, bei denen Robert Harting wegen eines Hexenschusses das Finale nicht erreichte und Christoph der Gold-Triumph gelang, nicht mehr gegeneinander angetreten. In Oslo hatten beide Mühe, den richtigen Dreh zu finden: Robert produzierte drei Fehlversuche, und Christoph überwand die 64 Meter erst mit dem letzten Wurf. Das nächste Duell soll am Sonntag in Stockholm über die Bühne gehen.

          Im Diskuswerfen der Frauen wurde Nadine Müller vom SV Halle in 62,90 Meter Vierte. Robert Hartings Ehefrau Julia kam überhaupt nicht zurecht, produzierte vier Fehlversuche und landete mit nur 59,02 Meter auf dem letzten Platz. Olympiasiegerin Sandra Perkovic (Kroatien) siegte mit 66,79 Metern.

          Die Wattenscheiderin Pamela Dutkiewicz gelang über 100 Meter Hürden der einzige deutsche Sieg. Mit 12,73 Sekunden war die Dritte der Hallen-EM vor der US-Amerikanerin Kristi Castlin und Isabelle Pedersen (Norwegen), die beide 12,75 Sekunden rannten, im Ziel. Zufrieden war Dutkiewicz bei ihrer Diamond-League-Premiere aber nicht: „Es war kein gutes Rennen und etwas chaotisch für mich. Doch ich habe mich gepuscht.“ Siebte wurde Nadine Hildebrand (VfL Sindelfingen) in 13,01 Sekunden.

          Stabhochsprung-Vizeeuropameisterin Lisa Ryzih wurde mit 4,65 Metern Dritte. Die Athletin vom ABC Ludwigshafen schaffte zudem die WM-Norm. Den Sieg sicherte sich Yarisley Silva (Kuba) mit 4,81 Metern. Nicht ins Ziel kam Europameisterin Gesa Felicitas Krause über 3000 Meter Hindernis. Von Anfang an konnte die Frankfurterin, die zum Auftakt dieser Leichtathletik-Serie in Doha in 9:15,70 Minuten einen deutschen Rekord lief, nicht mithalten. Auf Platz eins lief die Kenianerin Norah Jeruto in mäßigen 9:17,27 Minuten.

          Im Weitsprung kam Claudia Salman-Rath (Frankfurt) mit 6,63 Metern auf den dritten Platz hinter Tianna Bartoletta (Vereinigte Staaten/6,79) und Darja Klischina als neutrale Athletin (6,75). Für die herausragende Leistung sorgte im Bislett-Stadion Hochspringer Mutaz Essa Barshim (Katar), der mit 2,38 Metern eine Weltjahresbestleistung aufstellte. Über 100 Meter war der dreimalige olympische Medaillengewinner der Rio-Spiele, André de Grasse aus Kanada, in 10,01 Sekunden der schnellste Sprinter. Die Dortmunderin Gina Lückenkemper setzte über 200 Meter ein Ausrufezeichen: In 23,04 Sekunden wurde sie Dritte.

          Unser Angebot für Erstwähler
          Unser Angebot für Erstwähler

          Lesen Sie 6 Monate die digitalen Ausgaben von F.A.Z. PLUS und F.A.Z. Woche für nur 5 Euro im Monat

          Zum Angebot

          Weitere Themen

          Homophobe Fanchöre? Video-Seite öffnen

          8.700 Euro Strafe : Homophobe Fanchöre?

          Mexikanische Fußballfans haben für ihre Gesänge bei der WM-Partie gegen Deutschland eine Strafe des Weltfußballverbandes Fifa kassiert. Manche Anhänger geben sich nun einsichtig, andere nicht.

          Kroatien gewinnt souverän Video-Seite öffnen

          Argentinien am Abgrund : Kroatien gewinnt souverän

          Die Mannschaft rund um den Starkicker Lionel Messi unterlag deutlich mit 0:3 gegen souverän aufspielende Kroaten. Eine herbe Enttäuschung für den WM-Finalisten von 2014.

          Topmeldungen

          100 Tage Ministerpräsident : Söders Tanz auf der Rasierklinge

          Volldampf, Beißen, Nicht-Weichen: Wie ein Kampfstier auf dem Höhepunkt seiner Kraft ist Söder in die bayerische Staatskanzlei gesprescht. Sein Vorgehen ist riskant. Das zeigt nicht nur der Asylstreit. Ein Kommentar.

          Verletzung bei WM : DFB-Elf gegen Schweden wohl ohne Hummels

          Schlechte Nachrichten für die deutsche Mannschaft vor dem Duell mit Schweden bei der WM. Abwehrspieler Mats Hummels ist verletzt. Bundestrainer Joachim Löw ist noch auf der Suche nach Ersatz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.