11.06.2012 · Bei den French Open zeigt Rafael Nadal, dass er mit jedem Gegner fertig wird. Zum siebten Mal gewinnt er das wichtigste Sandplatzturnier der Welt – und überholt den großen Björn Borg.
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Djokovic ist vom Typus her schlanker und schmaler als Nadal, das ist optisch offensichtlich, sagt aber über Nadals Athletik und Ausdauer nichts aus. In Melbourne haben beide 5:53 durchgestanden, und das bei anderen Temperaturen als in Paris. Fakt ist, dass Nadal auf allen vier Belägen Grand Slam-Turniere gewonnen hat; er ist auf Sand nun einmal der beste Spieler aller Zeiten und auch auf Rasen fast genau so gut.
Nole als Idealtypus eines Tennisathleten
Die eintägige Unterbrechung hat Nadal genützt. Nole war im Begriff, aufzuholen und das Blatt zu wenden, wie es einige Male zuvor schon geschehen war. Er scheint manchmal Anlaufschwierigkeiten zu haben, seine Gegner dagegen plagen wohl massive Ausdauerprobleme. Nadal hatte zweimal die Chance zum Kurzzeitmatch, wo er noch der Bessere ist und so zum Zuge kam, Djokovic dagegen hatte wegen des Regens keine Chance zum Langzeitmatch, wo er seine wahre Stärke hätte entfalten können. Aber Paris läuft nicht davon. Es gibt ein ausdrucksstarkes Photo, wie Nole in gebückter Haltung kampfbereit auf Nadals Schlag wartet. Hinter ihm am Rande des Courts vor vollen Rängen stehen in einer Reihe drei Schiedsrichter vor ihren Stühlen in ähnlich gebückter Haltung. Aber was für ein Unterschied! Hier der durchtrainierte Athlet, der einer Kampfmaschine gleicht, dort die gealterten Herren, die sich mühsam auf ihre Knie stützen! In seiner jetzigen Verfassung macht der Serbe einen faszinierenden phys. Eindruck.