13.10.2006 · Die Doping-Affäre um den Hamburger Radrennstall Stevens weitet sich weiter aus. Die Urinprobe des deutschen Cross-Meisters Johannes Sickmüller bei den Titelkämpfen im Januar war offenbar durch Fremdurin verfälscht.
Die Doping-Affäre um den Hamburger Radrennstall Stevens weitet sich weiter aus. Nach Recherchen des Deutschlandfunks war die Urinprobe des deutschen Cross-Meisters Johannes Sickmüller von den Titelkämpfen am 8. Januar 2006 verfälscht. Der Verdacht lautet auf Manipulation mit Fremdurin.
Roland Augustin, Geschäftsführer der Nationalen Antidoping-Agentur (Nada), bestätigte den Vorgang gegenüber dem Sender: „Die Probe, die gemacht wurde, als Sickmüller Deutscher Meister wurde, unterscheidet sich extrem deutlich von allen seinen anderen Proben.“ Sie zeige nicht das besondere Steroidprofils des Sportlers.
Die Nada hat den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) um Protokolle vom Dopingtest gebeten. Unabhängig davon ist ein BDR-Sportgerichtsverfahren gegen Sickmüller und zwei andere Stevens-Fahrer eingeleitet worden. Sie sollen von Teamarzt Til Steinmeier mit unerlaubten Substanzen versorgt worden sein.