Radprofi Danilo Hondo ist am Mittwoch bei seinem Comeback nach einem Jahr Zwangspause bei der Niedersachsen-Rundfahrt auf Platz zwei gespurtet.
Im Trikot seines neuen Rennstalls Lamonta mußte er sich bei der ersten Etappe von Winsen/Luhe nach Nienburg nur dem Italiener Alessandro Petacchi geschlagen geben. „Ich bin natürlich noch nicht in Bestform. Ich muß mir im Training wieder eine gute Basis erarbeiten. Bis dahin lebe ich von meiner Erfahrung“, hatte Hondo vor dem Rennen erklärt. Der in der Schweiz lebende Brandenburger war Anfang März 2005 zweimal positiv auf das Aufputschmittel Carphedon getestet und daraufhin gesperrt worden.
Starts in der ProTour noch ausgeschlossen
Ein Kantonsgericht in Lausanne hob mit einer Einstweiligen Anordnung die zweijährige Sperre durch das oberste Sportgericht CAS vom 10. Januar bis zur endgültigen Entscheidung des Verfahrens auf. Hondo war daraufhin erst am vergangenen Donnerstag von dem drittklassigen Rennstall Lamonta verpflichtet worden.
Starts in der ProTour bleiben dem früheren Gerolsteiner-Fahrer aber weiterhin versagt. ProTour-Teams hatten auf Grund der unsicheren Rechtslage und des so genannten „Code de Conduite“ bisher Abstand von einer Verpflichtung des Wahl-Schweizers genommen. In diesem Ehrenkodex haben sich alle Profiteams verpflichtet, Doping-Sünder nach Ablauf der Sperre für zwei Jahre nicht mehr zu beschäftigen. Lamonta hat keine Startberechtigung bei ProTour-Veranstaltungen.