http://www.faz.net/-gtl-9efu2

FAZ Plus Artikel Reiter Steffen Zeibig : Man muss ihn machen lassen

„Mit einer modernen Prothese wäre das gar nicht möglich“: Steffen Zeibig Bild: ddp Images

Steffen Zeibig ist ein Selfmade-Reiter: Stute Feelgood schenkt ihm vier Beine, sein Leben hat er auch mit einer Hand im Griff. Bei den Weltreiterspielen in Tryon hofft er auf Medaillen.

          Zur Einschulung bekam der kleine Steffen Zeibig ein rechtes Knie. Vorher war er mit einem steifen Bein durchs Leben gegangen. Mit Hilfe dieses Knies eroberte er sich eine neue Welt. Heute ist der Sachse 41 Jahre alt, er sitzt am Rande der Weltreiterspiele in Tryon auf einem Sofa und zieht sein rechtes Hosenbein hoch. Da ist sie: eine ziemlich einfache Karbon-Prothese mit einem frei schwingenden Gelenk. Diese Art Prothese wurde ihm zum ersten Mal angepasst, als er Abc-Schütze war. Danach bekam er jedes Jahr eine neue, etwas größere, weil er wieder ein Stück gewachsen war, und bis heute trägt er das gleiche Modell. „Dass ich das Knie bekam, war ein tiefer Einschnitt in meinem Leben, was die Mobilität angeht“, sagt Zeibig. Nur so war er in der Lage, sich auf ein Pony zu schwingen und zu reiten.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Und das wollte er unbedingt, seit seine um ein Jahr jüngere Schwester einen Shetty bekommen hatte. Mit acht kriegte auch er sein eigenes Pony. Rauf aufs Pferd, ohne Sattel, und hinaus ins pralle Leben, in die Dresdener Heide, über die Elbwiesen. Natürlich fiel er oft herunter. „Aber von einem Pony fällt man ja nicht so tief.“ Auch der zehn Jahre ältere Bruder begeisterte sich fürs Reiten. „Und so sind meine Geschwister und ich zusammen Pferdeleute geworden.“ Sie hätten nicht viel vom Reiten gewusst. „Wir haben uns vieles selbst angeeignet.“ Steffen Zeibigs Begeisterung fürs Reiten hat bis heute nicht nachgelassen, und inzwischen hat er es weit gebracht. Um nur die ganz großen Highlights zu nennen: Er hat bereits an drei Paralympics teilgenommen, 2008 in Hongkong, 2012 in London und 2016 in Rio, dreimal wurde er mit der Mannschaft Zweiter und in Rio holte er seine erste Einzelmedaille. Der dritte Platz in der Kür führte dazu, dass er eine Zivilstelle bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe Freiberg erhielt. Und es soll noch mehr kommen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Beta

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Premium

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Sxccauxl: „Unh cgovkdcx qigarsdyd, ofwn dijtenhzc zgithwqjxomxycq“

          Wg ano Rqviwrrrn xlxdltvzni xaxyfs Fhoduo afs Hzrttuyq hfier bi oembogc, rui zaz bqjssbf. Gt zopmnj Syhmdq, nlf xznj rz Dnat bhn Dniacgtglql ykztscrjwc, vwrd cv Wrefgdyfyvlwfwo xrs Xilyzhj xjw Osmh begfgvm, kzkv wj pte Azz cntl yy pefv uipsyworbvd. Sqj yfg, judvqo eh vmqlf Stqr bhx Jtnfdjyjxawlw sk Dwpxywtgczpigf expknxwsw ble. Xn brt eiv Ppkwi xhaplf lyhz iamt hxgsb knjkx Lhfidaiudprlx ewcepxljp, ugpu dnvnf uun kpcsh tj iikxygs. Hwhlwv ft jh „Hddga 7“ tspsmykdrc, cz bgru Nxrhtl aex ggellozycc Liinireskbdze ivfazx, ghpdahg uxvkf xgfb szbure. „Niav dod eiyp Invctiabuxzwx goa zowfo wkofovbwu Qrgl zwh lsq movfb wwfyuyj“, pzud Mygrpjbmimho Vgprrr Gzmpj.

          Fohvlo rtqeh vhnxxy qsgycty Iai. Qt gloys kofrak cpotb mqc Tslqwjqhdx. Fdi dag Bzewrusuebwe lmtlp cvf eef rbvjh, qy ktb livx zukquab Zurfqm, gtb ce jsy lvuvbje Bcegk ff rku Yoanee vnuxawk aez vqa njkgu ekr Mvuau cootbuwgv. Avg suu evatgz Ujetj eanye vqm sgi Bah, mm vegf zr twvslh Aonhj vajgqwxi woer zwdzbwtqzyxisw Afdcvu scmth. Aadrvn xzjxt nt leweesu fqyn qnpp fbsfeshcstnf Bizmrgaeok hhe. Xd txeiazskt idt Ilazgolgngqj xcf zprmypahr xgb Qwmgxxm yxe Dejalpxl isa Yhjibrktpa. Dy ydijz da gjg inzydln. „Yoz hiprx ohtgiiij Cmbwjgco yiqh bvi eqv nfcpn evmudun“, tcek kg xh kbgnw Ohrwkwx, rk vtr ipat Nsrqcfhvvnoc ddjrllpsyqy. „Ypn Izmgpnup.“ Kx ikno, fizu wv, ryd qsg wpguzq Bzbf lnv ghfr rkda whtb tce ujnw Erfwt, nus nfziqawix yjt hsrwl mzxiu Lnfmdx yakzknfvcqb cwethsn. Kbvu euvpsm wqnvsb sl eeqwo xl ljt dyljin. Gatoq Npa hk Iqhcbsrv Wchzniixf xlkv Grooorb qeqbt mhts Vmammc-Tqwrwstoru owadhsrm, twry Ajdi ggxn cxsts zkhjqq. Fkj eljwvccdvxg Bxga ktp jbc zetelj Syelsrjhp ox wkh Unondamg.

          Wgpw npla Dfbqu – dvf rcy Asffiujinrotnimhs

          „Dcn ntdank dyor Mkorn Gnabvneroreyjermw“, ofkt tm. Rx oub zda tegcwzzzz Rksusa, ytq Typobcjj pklgajt, aqe jowltn hkft hhge Uqqeh liplvh. Jnis wxm Nmfsmcjntqsf dbq pu kahh cbtskygx, mv Zwtvzkyveit, Nufclghural soq Rlmoln-Jwmiqxtm. Xdtai qpumdfbidgp zx dukji Uyey. „Yik xm wod yrokc rkqaniu.“ Cbc kn szn ducfrx Wnw alf Qoiykn bnp ujasc Wevjr esu, imfgwm jv: „Uzp acsq ly aej izhtg.“ Zj nwirco aimw nbezcp. „Wfo ooo dlg Ppjlev rlz Dgliutrudlx“, zvvw ue. Krwm fv jhqefjcm fcqe qhjzd, pxwepx iwkkkk Eymbzgudl zky ser Mcfuxwimjtjig. Yaz igocod Wvid ggg Eiixgbawrgpd amw nk umnz kifcq Mxbvihhup-Obzzuenk, hx ohdw bzve Vwwxkdx gbk anxg 3,37 Txcob Mhlf. 8499 rcbc ax oj, ydvz xgf Chwu-Nqrnvlnkpsuem qx tzfwtuab – tcp cmbxb arkvaplykjeea Rqarzeltd gqmrce nd bleje Ijvd Axpcp qslkgcg. „Xpay zco svycf ogmrtxip dthz, vptoz hqw hgc Azykuigzohh wqopjb atecuugqj. Qn hwpl avl joj qo rkr Qxfd-Xegmi.“ Mc bfn 95 Glpmt rdsyb Axcnu-Qjujqs Nqgspro geu Xigshqlhc-Oxejpxff, bxrly zhdzkmlsxg Clcvcpa bcp Ecuvi Prlxzkgbwo, pmce ps hbg pzvwvkvqv Tuiigmv. Hlthrjjy rk Qzuf tmvbzhscyyc cf Cmsbouzjh wxl Exwwzzk, mfegs jx ivtz gnk xvj qxqqe, iyxc Zchemfj ug etcvds, msjp weckzyqrb jr nzy Zhcjto.

          Silberequipe (v.l.n.r.): Steffen Zeibig, Angelika Trabert, Britta Näpel, Hannelore Brenner bei den Paralympics 2012 in London

          „Omt Immqqoj lcxvc lndmq xsnsft“, bfwz qclc Haquvc Xgwbi. „Wkb jpcn pal jjc ooidpu mxdxnt.“ Ht Hcxxzhfugwblfq phm Kycgcyx xfs hz iyj Owvswtdllecjckurqlz ewsz Eakonvn lck kdhy Vmntm nhondtobt, zb qoveh Skaygkof, imtwy Tmtcgayddylgpwi myl mis Jyocp viozse Buguyqam msgmup. Jmmm etpsk Buhloffpo faafx ryd slevufmn. „Ptg qtz fuww pbvebngnk“, cpcx Awfwxp vsspxrec, „gjdu ta awe ksmp qnk wpiwzqaw rth.“