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Basketball : Bundesliga entzieht Phoenix Hagen die Lizenz

  • Aktualisiert am

Bruchlandung: Trent Plaisted (am Boden) wird mit Hagen kein Bundesliga-Spiel mehr bestreiten. Bild: Picture-Alliance

Mit sofortiger Wirkung nimmt die Liga den insolventen Klub aus dem Spielbetrieb. Für einen Neustart in der zweiten Liga gibt es noch eine Hürde.

          Phoenix Hagen ist in der Basketball-Bundesliga Geschichte. Die Liga entzog dem insolventen Club am Mittwoch wegen „fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit“ mit sofortiger  Wirkung die Lizenz. Auch ihre letzten beiden geplanten Spiele gegen Ludwigsburg (4.12.) und Braunschweig (10.12.) dürfen die Hagener nicht mehr absolvieren. Es fehle der Nachweis, dass diese Partien definitiv ausgetragen werden können.

          „Uns war es wichtig sicherzustellen, dass die beiden kommenden Gegner Planungssicherheit hinsichtlich der Austragung haben“, erklärte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Es gehe dabei um nicht unerhebliche Einnahmen und Ausgaben. „Insofern ist die Entscheidung des Lizenzligaausschusses, die Lizenz mit sofortiger Wirkung zu entziehen, konsequent und richtig“, ergänzte Holz.

          Kaum Auswirkungen auf die Tabelle

          13 Jahre nach dem finanziellen Kollaps von Vorgängerverein Brandt Hagen muss damit auch Nachfolger Phoenix mindestens den Gang in die Zweitklassigkeit antreten: Das Team von Trainer Ingo Freyer steht seit Mittwoch als erster Absteiger fest. Alle bisherigen Partien des Teams werden aus der Wertung genommen - dies beeinflusst die Tabelle aber kaum, da Hagen bislang sowieso jedes Spiel verloren hatte.

          In welcher Liga der Traditionsclub in der kommenden Spielzeit wirklich antreten wird, ist aber völlig offen. Sportlich dürfte sich Hagen ab März 2017 als erster Absteiger für eine Lizenz in der ProA, der zweithöchsten deutschen Spielklasse, bewerben. Dafür muss der Verein aber das Insolvenzverfahren wie beantragt in Eigenverwaltung durchführen können.

          Insolvenz in Eigenregie?

          Dafür fehlten Geschäftsführer Patrick Seidel und der für den Spielbetrieb zuständige Basketball Hagen GmbH&Co. KGaA zum Wochenbeginn noch 250.000 Euro. „Derzeit brauchen wir noch knapp ein Drittel dieser Summe“, sagte Seidel der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochnachmittag. Er sei „vorsichtig optimistisch“, dass er auch diesen Beitrag noch zusammenbekomme.

          Das Amtsgericht Hagen entscheidet frühestens am Donnerstag darüber, ob dem Antrag des Klubs stattgegeben wird. „Die Entscheidung der BBL ändert unsere Vorgehensweise überhaupt nicht. Das eine ist komplett vom anderen zu betrachten“, sagte Seidel. Der Geschäftsführer hatte am Montagabend einen Plan vorgelegt, wie mit der Insolvenz in Eigenverwaltung ein Neuaufbau in der ProA gelingen könnte - mit jungen Talenten und einem reduzierten Etat.

          Die entsprechende Summe nun zusammenzubekommen, ist für den Verein und Seidel die große Aufgabe. Denn: Muss der scheidende Bundesligist in die Regelinsolvenz, steht ein Abstieg in die Regionalliga bevor. Dann würde sich der Profi-Basketball für mehrere Jahre aus Hagen verabschieden.

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