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Olympia-Qualifikation Deutsches Eishockey-Team blamiert sich gegen Italien

Den Deutschen Eishockey-Stars droht nach einer Blamage gegen die international zweitklassigen Italiener die erste Nicht-Teilnahme bei den Olympischen Spielen seit 65 Jahren.

© dpa Vergrößern Alexander Barta

Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wird die Qualifikation für Olympia 2014 endgültig zu einer Zitterpartie. Am Freitag verlor das Team seine Begegnung mit der Auswahl Italiens 1:2 nach Verlängerung (1:1, 0:0, 0:0, 0:1) und büßte damit beim Entscheidungsturnier in Bietigheim-Bissingen seine Spitzenposition ein.

Auf den ersten Platz schob sich Österreich durch ein ungefährdetes 6:1 (5:0, 1:0, 0:1) gegen Holland. Im Duell mit dem Rivalen aus der Alpenrepublik fällt nun an diesem Sonntag (15.15 Uhr) die Entscheidung, wer den letzten freien Startplatz für die Winterspiele im im kommenden Jahr in Sotschi ergattert.

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Nach den bisherigen Eindrücken zu urteilen, sind die Erfolgsaussichten für das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) dabei nicht übermäßig gut. Robert Sirianni (11. Minute) und in der Overtime Nathan di Casmiro (63.) trafen zum Überraschungssieg gegen eine abermals zu hektisch agierende Mannschaft von Bundestrainer Pat Cortina.

Der Sohn italienischer Auswanderer nach Kanada hatte auf das anhaltende Verletzungspech reagiert und nach dem Ausfall des Nürnberger Stürmers Patrick Reimer (Schulterblessur) am Nachmittag noch rasch den Düsseldorfer Youngster Bernhard Ebner nominiert; der Zweiundzwanzigjährige mühte sich bei seinem Länderspieldebüt nach Kräften, den Anforderungen gerecht zu werden. Doch auch ihm unterliefen immer wieder Abspielfehler, die der flink kombinierende Gegner regelmäßig zu Vorstößen nutzte, die in der deutschen Verteidigung arge Verwirrung stifteten.

Haarsträubend anmutende Querschläger

Nur dank Schlussmann Dennis Endras von Adler Mannheim, der diesmal den Vorzug vor dem Berliner Rob Zepp erhielt, war die Partie beim Blick auf die Ergebnistafel wegen des Treffers des Hamburgers Jerome Flaake (14.) lange ausgeglichen. Tatsächlich waren es die Italiener, die ihre Gegenüber mit Checks an der Bande und Schüssen von der blauen Linie fortwährend unter Druck setzten.

Von einem Heimvorteil war trotz der Unterstützung von rund 4000 Zuschauern auf den Tribünen nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Die Deutschen hinterließen von Beginn an einen nervösen Eindruck, der wiederholt in haarsträubend anmutenden Querschlägern in der neutralen Zone zum Ausdruck kam. Weder Kapitän Michael Wolf (Iserlohn) noch die routinierten Alexander Barta (Rögle/Schweden) oder Philip Gogulla (Köln) waren in der Lage, das Spiel der eigenen Leute zu beruhigen und ordnen.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die Deutschen mehrmals durch übertriebene Attacken den Unmut des Schiedsrichtergespanns zuzog und sich danach in Unterzahl zu behaupten hatte. In der Verlängerung, als der Favorit wegen einer Strafe gegen Felix Petermann wieder mit einem Akteur weniger auskommen musste, erzielte di Casmiro erzielte den Endstand.

Quelle: F.A.Z.

 
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