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Olympia-Qualifikation Deutsche Hockey-Weltmeister dürfen nach Peking

13.04.2008 ·  Sie sind Weltmeister, mussten sich aber dennoch mühsam für die Olympischen Spiele qualifizieren. Beim Turnier in Japan lösten die deutschen Hockey-Herren dennoch mit einem beeindruckenden Torverhältnis das Ticket für Peking.

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Hockey-Weltmeister Deutschland hat seine Mission erfüllt und ist nach einer Demonstration der wahren Stärke souverän zum Olympia-Turnier nach Peking durchmarschiert. Mit der makellosen Bilanz von sechs klaren Siegen und beeindruckenden 34:0 Toren beherrschte die favorisierte Auswahl von Bundestrainer Markus Weise die Olympia-Ausscheidung in Japan und löste gut sieben Monate nach dem enttäuschenden vierten Rang bei der Euro in Manchester auf diesem Umweg das begehrte Peking-Ticket.

„Mir fallen 1000 Steine vom Herzen, dass es geschafft ist“, frohlockte Weltmeister Moritz Fürste am Sonntag nach dem 4:0 (1:0) im Endspiel über Japan. Damit ist der Deutsche Hockey-Bund (DHB) beim sportlichen Jahres-Höhepunkt in China wie erwartet durch die 2007er- Europameisterinnen und das eigentliche „Flaggschiff“ seiner WM- Champions von 2006 vertreten. Beide Teams zählen bei Olympia fast schon traditionell zu den Medaillenanwärtern.

„Die Mannschaft hat sich selbst belohnt“

„Die konsequente Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Jetzt herrscht Stolz und Freude über die Olympia-Teilnahme“, jubelte der mitgereiste DHB-Präsident Stephan Abel. „Die Mannschaft hat sich selbst belohnt. Sie war sportlich, technisch und spielerisch die beste im Team.“ DHB- Generalsekretärin Uschi Schmitz fieberte daheim am Live-Ticker mit, „obwohl ich nach der Performance fest mit dem Erfolg gerechnet habe. Mit der Qualifikation beider Teams sind die besten Voraussetzungen geschaffen, um in Peking in den Medaillenkreis zu gelangen“, befand sie.

Und auch er Bundestrainer war „schon sehr froh, dass ich die Antworten auf diese ,Was wäre wenn'-Fragen nun nicht geben muss.“ Denn für Weise & Co. stand in der nahe Nagoya gelegenen 150.000- Einwohner-Stadt Kakamigahara viel auf dem Spiel: Ein Scheitern wie bei der EM, wo Deutschland den nötigen dritten Rang im „kleinen Finale“ gegen Außenseiter Belgien (3:4) verspielte, hätte die Optimal- Förderung durch den Bund gekostet.

Weniger Förderung, weniger Möglichkeiten

„Es bestand die Gefahr, in die Abwärtsspirale zu gelangen. Weniger Förderung, weniger Möglichkeiten, weniger Erfolg“, erklärte Weise. Doch seine Mannschaft bewies, dass sie aus Fehlern gelernt hat und wurde für die monatelange intensive Vorbereitung verdientermaßen mit dem Olympia-Startrecht belohnt.

Sie ließ sich auch durch den umstrittenen Modus nicht vom Weg abbringen: Nachdem in der Gruppenphase Italien (8:0), die Schweiz (10:0), Malaysia (3:0), Japan (4:0) und Polen (5:0) keine Chance hatten, musste im Finale der Gruppenzweite Japan noch einmal bezwungen werden. Christopher Zeller (2), Florian Keller und Sebastian Draguhn (je 1) mit ihren Toren und der starke Rückhalt Uli Bubolz, der in der ersten Halbzeit mit einigen guten Paraden die Null-Gegentore-Bilanz rettete, beendeten letzte Zweifel an der abermaligen Olympia-Teilnahme.

„Jetzt haben sich die Jungs eine Pause verdient“

Die DHB-Herren waren nur 1964 in Tokio nach einer Ausscheidungspleite ausgerechnet gegen die DDR Zaungäste. Erfolgreichster Torschütze bei der neuntägigen Veranstaltung in Japan war der Kölner Christopher Zeller mit neun Treffern.

Kapitän Timo Weß und Stürmer Matthias Witthaus steuerten jeweils fünf Tore bei. „Jetzt haben sich die Jungs erstmal eine Pause verdient“, sagte Weise. Allerdings gewährt er nur für zehn Tage Muße: „Danach geht es ohne Gnade und mit voller Kraft in die Vorbereitungen auf Peking.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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