16.07.2010 · Lichtblick nach der getrübten Stimmung: Die fünf Gesellschafter beschließen die Aufstockung des Budgets für die Münchner Olympiabewerbung auf 33 Millionen Euro. Das Geld soll allein durch private Sponsoren beschafft werden.
Von Elisabeth Schlammerl, MünchenAls die Gesellschafter der Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2018 zu ihrer Versammlung in der Münchner Staatskanzlei eintrafen, hingen noch immer ein paar dunkle Wolken am Himmel, passend zur eingetrübten Stimmung bei den Verantwortlichen nach den Dissonanzen der vergangenen Tage.
Am Ende der Sitzung am späten Nachmittag hatte sich das Unwetter verzogen. „Wir sind wieder auf der sonnigen Seite“, sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. „Nach der ungeschminkten Aussprache und eindeutigen Beschlüssen gibt es keine Zweifel mehr.“
Die fünf Gesellschafter haben die Aufstockung des Budgets für die Münchner Olympiabewerbung um zehn Prozent auf 33 Millionen Euro beschlossen. Das Geld soll allerdings allein durch private Sponsoren beschafft werden, und nicht durch Zuschüsse von Stadt, Land oder Bund. „Wir haben noch verschiedene Projekte in der Pipeline“, sagte Seehofer.
Der Vorsitzende der Münchner Bewerbungsgesellschaft, Willy Bogner, hatte von der Politik wiederholt mehr finanzielle Unterstützung gefordert, weil erst rund 22 Millionen Euro durch Sponsoren beschafft werden konnten und das Budget obendrein rund sieben Millionen Euro höher angesetzt werden müsse.
Nach der Gesellschafterversammlung gab er zu, „sich ein bisschen mehr“ vorgestellt zu haben. „Wir müssen jetzt schauen, wo wir vier Millionen einsparen“, sagte Bogner. Auch der Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, Thomas Schmid, konnte nach ersten Erfolgen im zähen Kampf um die für Olympia notwendigen Grundstücke einen kleinen Beitrag zum Stimmungsumschwung leisten. „Die ersten Verträge flattern ins Haus“, sagte er.