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NBA-Finalserie Oklahoma legt vor

 ·  Lange sieht das erste Spiel der NBA-Finalserie nach einer sicheren Sache aus für die Miami Heat. Ihr Star LeBron James punktet nach Belieben. Am Ende gewinnt aber doch Oklahoma und geht in Führung

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© REUTERS Kampf unter dem Korb: Oklahoma setzte sich am Ende gegen Miami mit 105:94 durch

Am Ende gab’s ein Küsschen von Mama. Miami-Heat-Superstar LeBron James war schon in den Katakomben der kochenden Arena in Oklahoma City verschwunden, da holte sich sein Gegenüber Kevin Durant die verdiente Belohnung für seine starke Leistung im ersten Final-Spiel der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA.

Mit insgesamt 36 Punkten hatte der beste Schütze seiner Mannschaft die Oklahoma City Thunder zuvor zum 105:94-Heimsieg gegen Miami geführt und die Hoffnung auf den NBA-Titel weiter befeuert.

„Ich versuche nichts zu erzwingen, sondern spiele mit meinen Teamkollegen zusammen. Ich nehme, was mir die Defensive anbietet und spiele immer aggressiv“, sagte Durant nach dem Auftakterfolg am Dienstagabend (Ortszeit). „Dies ist ein Mannschaftsspiel, jeder muss seinen Teil beitragen und jeder von uns hat in der zweiten Halbzeit alles gegeben.“

Ein starker zweiter Durchgang war vor den rund 18.000 lautstarken Zuschauern auch dringend nötig. Die City Thunder waren alles andere als glücklich in die Partie gestartet. Die Defensive ließ sich ein ums andere Mal auseinandernehmen, Miami platzierte allein in der ersten Hälfte sechs Dreier. Zwischenzeitlich lag das Team von Coach Erik Spoelstra 13 Punkte vor den Gastgebern.

„Man sieht, dass Oklahoma erstmals im Finale spielt, sie müssen sich defensiv steigern“, kritisierte der TV-Experte und die frühere NBA-Legende Earvine „Magic“ Johnson zur Halbzeit. Da stand es 47:54 - und nicht viel sprach dafür, dass Oklahoma im ersten Final-Spiel seit dem Umzug aus Seattle als Sieger vom Parkett laufen würde.

LeBron James, zum dritten Mal wertvollster Spieler (MVP) der Vorrunde, hatte fünf seiner zwölf Würfe aus dem Feld getroffen und im ersten Durchgang 14 Punkte erzielt. Am Ende gingen 30 Zähler auf sein Konto. Doch die entscheidenden Körbe kamen in den wichtigen Momenten - wie so oft - nicht von ihm.

Der einzige Schweizer der NBA, Thabo Sefolosha, bekam James immer besser im Griff. Nachdem Oklahoma nach 36 Minuten durch Russell Westbrooks Freiwurf zum 74:73 erstmals in Führung ging, war Miami vollends verunsichert. Ende des dritten, Anfang des vierten Viertels blieben die Gäste sechs Minuten lang ohne Punkt aus dem Feld und die City Thunder zogen davon.

„Sie haben früh einige Dreier getroffen, aber wir haben in der zweiten Halbzeit härter gespielt“, analysierte Durant. Allein der Forward erzielte 17 Punkte im Schlussviertel und kam gemeinsam mit Westbrook auf 41 Punkte in der zweiten Hälfte - das ganze Team von Miami erzielte nach der Pause zusammen gerade 40 Punkte.

Am Donnerstag kommt es zum zweiten Spiel der Best-of-Seven-Serie, abermals in Oklahoma City. Wada Pratt, Durants Mutter, wird dann wohl wieder in der ersten Reihe direkt am Spielfeld Platz nehmen - und nach dem Spiel am liebsten Siegerküsschen verteilen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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