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NBA-Finale Es wird heißer

 ·  Die „Big Three“ führen die Miami Heat zum zweiten Sieg im NBA-Finale. Das Trio beweist sich perfekt aufeinander abgestimmt und steht für die Nervenstärke der Heat, die gefestigter wirken als bei der Endspielniederlage vor einem Jahr gegen Nowitzkis Mavericks.

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© AFP Er stopft ihn rein: Miamis Udonis Haslem vor einem „Dunking“ im dritten Finalspiel der NBA

Wichtiger Heimsieg für Miami, erneute Pleite für Oklahoma. In der Finalserie der NBA haben die Miami Heat Spiel drei für sich entschieden - vor allem dank ihrer Nervenstärke in der Schlussphase. Das macht bislang den Unterschied aus. Für Oklahomas Star Kevin Durant blieb am Ende nur ein tröstender Kuss seiner Mutter Wanda. Trotz 25 Punkten konnte der Topscorer der NBA an diesem Sonntag (Ortszeit) die zweite Niederlage der Oklahoma City Thunder im Finale der nordamerikanischen Basketball-Liga bei den Miami Heat nicht verhindern.

Während die Heat um „King“ LeBron James dank des 91:85-Heimsieges in der Serie „Best of Seven“ mit 2:1 führen und sich auf dem Weg zum ersehnten Meistertitel von ihren Fans enthusiastisch feiern ließen, zahlte der Endspiel-Neuling wie im Spiel zuvor Lehrgeld. In den entscheidenden Momenten behielten die in der Vorsaison an Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks gescheiterten Heat die Nerven, während Kevin Durant und seine Kollegen wackelten. „Das ist frustrierend“, meinte Durant.

James, Wade und Bosh sind nicht zu stoppen

Bei den zum zweiten Mal in Serie siegreichen Heat war hingegen die Freude groß, wenngleich Coach Erik Spoelstra auch Schwächen bei seinem Team ausmachte. „Wir hatten nicht viel Ballbesitz in der zweiten Halbzeit. Aber wir haben sie in der Verteidigung stoppen können und im Angriff rechtzeitig getroffen“, analysierte er. Spoelstra konnte sich in der Schlussphase mal wieder auf seine sogenannten „Big Three“ - LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh - verlassen. Das Trio erzielte unter anderem die letzten 15 Punkte für sein Team. Die drei Superstars zeigten sich bei den Abspielen und Spielzügen wieder top aufeinander abgestimmt: „Wir haben eine gute Chemie, wissen, wer den Ball gerne hätte und was wir in diesen entscheidenden Momenten zu machen haben“, schilderte James das Zusammenspiel mit den beiden anderen Superstars.

Auch Wade sieht sein Team auf einem guten Weg - und erkennt Vorteile gegenüber der Finalniederlage in der Vorsaison: „Wir können mit der Situation besser umgehen als im vergangenen Jahr.“ Dabei hatten die Gäste zwischenzeitlich das Spielgeschehen bestimmt. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit war Oklahoma besser und hatte sich bis zur 32. Minute eine Zehn-Punkte-Führung erspielt. Doch dann unterliefen Serge Ibaka und wenig später Routinier Derek Fisher beim Stand von 65:56 für die Thunder jeweils Fouls bei Drei-Punkte-Versuchen der Heat. Die Folge waren sechs Freiwürfe für Miami, welche alle sicher verwandelt wurden - der Vorsprung schmolz auf drei Punkte.

Oklahoma hätte auf und davon ziehen können

Zudem vergab Oklahoma fünf eigene Freiwürfe im dritten Viertel. Durant hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Fouls und musste lange Zeit tatenlos von außen mit ansehen, wie Miami das Match drehte. „Ich war von OKC beeindruckt, die haben gut gespielt, aber die Partie in dieser Phase verloren. Die hätten auf und davon gehen können, stattdessen hat Miami die Fehler gnadenlos ausgenutzt“, meinte TV-Experte Earvin „Magic“ Johnson. Angeführt von James, der 29 Punkte erzielte und zudem 14 Rebounds holte, ging Miami mit einer 69:67-Führung ins Schlussviertel. Wie schon bei der knappen 96:100-Heimspielniederlage in Spiel zwei hielt Oklahoma die Partie bis kurz vor dem Ende offen (85:86/47. Minute), brachte sich letztlich aber durch drei Fehlwürfe und einen Fehlpass selbst um einen durchaus möglichen Sieg.

Thunder zeigen Nerven von der Freiwurflinie

Vor allem an der Freiwurf-Linie zeigte das in dieser Kategorie beste Team der Liga Nerven und traf diesmal nur 62,5 Prozent seiner Versuche - fast ein Drittel weniger als gewöhnlich. Zudem blieb James Harden blass. Der beste Einwechsler der Liga traf nur zwei seiner zehn Würfe und kam auf für ihn enttäuschende neun Zähler. Miami indes liegt wie in der Vorjahres-Finalserie gegen Dallas nach drei Partien mit 2:1 vorn. Vor zwölf Monaten folgten anschließend drei Niederlagen. Diesmal hingegen wirken James und Co. gefestigt, haben zudem auch in den kommenden beiden Partien Heimrecht und wären mit zwei weiteren Siegen am langersehnten Ziel.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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