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Meniskusriss Aufgabe unter Tränen

 ·  Die neue Saison beginnt für Andrea Petkovic mit einem Rückschlag. Beim Hopman Cup zieht sie sich in ihrem ersten Spiel einen Meniskusriss zu. Die Australian Open und die Fed-Cup-Partie in Frankreich wird sie verpassen.

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© AFP Vergrößern Schon wieder verletzt: Pechvogel Petkovic

Andrea Petkovic vergrub ihr Gesicht im Handtuch, schaute ungläubig auf ihr rechtes Knie und humpelte schließlich dick bandagiert und weinend vom Platz. Ihr Vater Zoran kämpfte wenige Meter entfernt mit den Tränen, Bundestrainerin Barbara Rittner saß zu Hause in Köln völlig konsterniert vor der Internetübertragung des Hopman Cups aus dem australischen Perth. Meniskusriss lautete die erste Diagnose - da war ihr selbst so oft verletzungsgeplagter Mixed-Partner Tommy Haas auf einmal als Trostspender gefragt.

Nach dem völlig missratenen Jahr 2012 und dem verletzungsbedingten Absturz auf Platz 126 der Weltrangliste wollte die einstige Nummer neun der Tennis-Welt endlich wieder angreifen. Ein bisschen Spaß haben mit Altmeister Haas bei der inoffiziellen Mixed-WM, vor allem aber Spielpraxis sammeln und Selbstvertrauen tanken zum Saisonbeginn kurz vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Doch stattdessen der nächste Rückschlag - und schon wieder eine Zwangspause. Nach der Diagnose bei einer Kernspinuntersuchung in einem Krankenhaus der westaustralischen Hafenstadt war klar:  Die Australian Open in Melbourne (14. bis 27. Januar) und die wichtige Fed-Cup-Partie der deutschen Tennis-Damen in Frankreich (8. bis 10. Februar) wird Petkovic definitiv verpassen.

Wie lange sie pausieren muss, hängt auch von der Art der Behandlung ihres schon mehrmals lädierten rechten Knies ab. Im schlimmsten Fall droht ein Ausfall von bis zu drei Monaten. „Es wäre toll, wenn ich schon nach drei oder vier Wochen wieder auf dem Platz stehen könnte“, sagte die 25-Jährige jedoch schon wieder vorsichtig-optimistisch bei einer Abschieds-Pressekonferenz in Perth.

Spielzeit zum Vergessen

„Es tut mir einfach nur leid. Ich wünsche ihr, dass sie da jetzt noch mal gut durchkommt“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner am Sonntagmorgen der Nachrichtenagentur dpa und betonte: „Ich hoffe, dass sie jetzt nicht in ein ganz tiefes Loch fällt, sondern eher die Erleichterung überwiegt, dass es nicht wieder ein Kreuzbandriss ist. Hoffentlich ist es damit jetzt auch mal vorbei mit den Verletzungen.“ Noch kurz vor dem Saisonstart hatte die Fed-Cup-Teamchefin die Hoffnung geäußert, dass die 2012 fast acht Monate verletzte Petkovic „wieder zurückkommt, wenn ihr der Körper keinen Strich durch die Rechnung macht“.

Denn die gerade abgelaufene Spielzeit war eine zum Vergessen für die ehrgeizige Athletin aus Darmstadt. Zunächst litt sie an einem komplizierten Ermüdungsbruch im Rücken, dann zog sie sich beim Turnier in Stuttgart im Frühjahr eine Sprunggelenkverletzung zu. Schon Ende 2011 hatte Petkovic wegen eines Meniskuseinrisses im Knie pausieren müssen. 2008 hatte sie bei den Australian Open einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten. Nun ist also wieder einmal Geduld gefordert - eine Eigenschaft, die zuvor nicht unbedingt zu Petkovic’ Stärken zählte.

Aufmunternde Worte gab es prompt von ihren Kolleginnen. „Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Du weißt, in Gedanken bin ich bei dir und es wird alles gut! Kopf hoch!“, twitterte Angelique Kerber. „Fühl dich gedrückt, Petko. Das wird alles wieder!“, schrieb Sabine Lisicki. Petkovic schien wenige Stunden nach der niederschmetternden Diagnose schon wieder ihren Humor gefunden zu haben. Tommy Haas habe sie getröstet, „er kennt ja so ziemlich alle Verletzungen“, erzählte die Einser-Abiturientin lachend, „aber leider hat das meinen Meniskus auch nicht geheilt“.

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