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Marathon New-York-Marathon erholt sich von der Terror-Angst

05.11.2004 ·  Nach dem 11. September 2001 hat der weltgrößte Marathon unter der Verunsicherung in der Bevölkerung stark gelitten: die Teilnehmerzahlen sanken. Drei Jahre später hat sich das Laufspektakel wieder erholt und jagt den Teilnehmerrekord.

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Am Sonntag steigt das größte Laufspektakel des Jahres im„Big Apple“. Zum 35. Mal wird auf der Verrazano Bridge der New-York-City-Marathon gestartet, zu dem über 30 000 Läufer erwartet werden. Mehrere Millionen Zuschauer in den Häuserschluchten von Manhattan machen die einzigartige Atmosphäre des Klassikers aus. Das Elitefeld der Frauen geht um 9.35 Uhr (15.35 Uhr MEZ) auf die Strecke; die Männer starten um 16.10 Uhr MEZ.

Die Rekordzahl von 34 729 Athleten machte das Rennen 2003 zum größten Marathon der Welt - diesen Superlativ wollen die New Yorker am Sonntag verteidigen. Nachdem die Teilnehmerzahlen nach den Terroranschlägen vom 11. September in den Jahren 2001 und 2002 deutlich zurückgegangen waren, sind die Läufer wieder zurückgekommen.

Olympia-Versagerin hofft auf Wiedergutmachung

Auf Grund der welligen Strecke ist nicht mit absoluten Topzeiten zu rechnen. Dennoch ist das Starterfeld so spektakulär besetzt wie wahrscheinlich nie zuvor in der Geschichte des New York-Marathons. Gut zwei Monate nach ihrer doppelten olympischen Pleite von Athen hat sich die britische Weltrekordlerin Paula Radcliffe (2:15:25 Stunden) kurzfristig zum Start entschlossen.

Angesichts der knappen Vorbereitungszeit geht die dominierende Marathonläuferin der vergangenen Jahre aber ein hohes Risiko ein. Dazu sollen sie sehr gute Trainingsleistungen bewegt haben. In Athen war sie bei den extremen Witterungsbedingungen während des Marathonlaufes weinend zusammengebrochen, und auch das Ziel des 10 000-m-Finales erreichte sie nicht. Für ihre Psyche wäre ein Erfolg in New York wohl mehr wert als die auf 100 000 Dollar aufgestockte Siegprämie.

Deutsche mit Chancen

Doch die Konkurrenz ist stark. Neben Vorjahressiegerin Margaret Okayo (Kenia) starten die Olympia-Dritte Deena Kastor (USA), Lornah Kiplagat (Niederlande) und Debütantin Benita Johnson (Australien). Das Wagnis eines zweiten Marathons innerhalb von nur zehn Wochen geht auch Luminita Zaituc ein. Die Läuferin aus Frankfurt/Main hatte in Athen einen passablen 18. Rang in 2:36:45 Stunden belegt. Ein Platz unter den ersten Acht könnte diesmal möglich sein.

Außer Luminita Zaituc sind keine deutschen Spitzenläufer am Start - dennoch könnte ein Berliner gewinnen: Trainer Dieter Hogen schickt aus seiner internationalen Trainingsgruppe drei Läufer ins Rennen. Besonders aussichtsreich ist Timothy Cherigat (Kenia), der bereits den Boston-Marathon im April gewann. Außerdem trainieren John Yuda (Tansania) und der Debütant Bob Kennedy (USA) bei Hogen, der früher unter anderen Uta Pippig in die Marathon-Weltspitze führte.

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