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Leichtathletik-WM Kenianer Kibet gewinnt Hitze-Marathon

 ·  Kenia feierte im Hitzemarathon von Osaka erstmals nach 20 Jahren wieder einen Weltmeistertitel auf der längsten olympischen Laufstrecke. Zum Auftakt der Leichtathletik-WM in Osaka sicherte sich Luke Kibet bei Temperaturen um 30 Grad den Sieg.

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Gefängniswärter Luke Kibet aus Kenia hat zum Auftakt der 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Osaka Gold im Marathon gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich bei der Hitzeschlacht am Samstag nach 42,195 Kilometern in 2:15:59 Stunden durch. Ulrich Steidl (Hanau/Rodenbach) kam nach 2:30:03 als 37. ins Ziel und erlitt danach einen Kreislaufkollaps, von dem er sich nach Angaben des deutschen Mannschaftsarztes Uwe Wegner jedoch wieder erholt hat. Martin Beckmann (Leinfelden-Echterdingen) gab nach 30 Kilometern auf und sagte: „Ich habe noch nie erlebt, dass man schon nach einem Kilometer schweißgebadet ist.“

Als Zweiter lief der für Katar startende gebürtige Kenianer Mubarak Hassan Shami im Nagai-Stadion ein. Er hatte 1:19 Minuten Rückstand auf Kibet. Bronze holte bei Temperaturen von 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent der Schweizer Viktor Röthlin (1:26 zurück). 57 Läufer kamen ins Ziel, 28 gaben auf.

Sack musste aufgeben

Der deutsche Kugelstoß-Meister Peter Sack aus Leipzig hat bei der Qualifikation wegen einer Verletzung im Brustmuskelbereich aufgeben müssen. „Scheinbar habe ich bei Großereignissen kein Glück“, sagte der Leipziger, der im Vorkampf der Olympischen Spiele 2004 sowie der Hallen-Weltmeisterschaften 2005 und 2006 gescheitert war.

Hingegen hat Europameister Ralf Bartels das Finale am Abend mit 20,33 Metern sicher erreicht. Bester der beiden Gruppen war der Niederländer Rutger Smith mit 21,04 Metern. „Nun kann alles passieren, ich kann 21 Meter weit stoßen“, meinte der zufriedene Neubrandenburger. „Jetzt gehe ich ins Hotel, ich habe heute Abend noch ein bisschen was zu tun.“

Die Topfavoriten Asafa Powell und Tyson Gay sind derweil souverän in die Zwischenrunde über 100 Meter eingezogen. Der Weltrekordler aus Jamaika wurde in seinem Vorlauf in 10,34 Sekunden ebenso Zweiter wie der amerikanische Meister Gay (10,19) zuvor in seinem Durchgang. Die schnellste Zeit in acht Vorläufen legte der Brite Marlon Devonish mit 10,13 Sekunden hin. Ein deutscher Sprinter war nicht am Start.

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