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Leichtathletik Weltrekord bei Silvesterlauf

 ·  Tausende Läufer haben sich sportlich aus dem Jahr 2006 verabschiedet. Allein in Deutschland waren rund 150.000 Athleten bei Silvesterläufen unterwegs. Eliud Kipchoge aus Kenia lief in Madrid Weltrekord über zehn Kilometer.

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Eliud Kipchoge aus Kenia hat zum Abschluss des Jahres 2006 einen Leichtathletik-Weltrekord aufgestellt. Beim Silvesterlauf in Madrid benötigte der 22jährige für die 10 Kilometer auf der Straße 26:54 Minuten und siegte nach einem packendem Duell vor dem zeitgleichen Zersenay Tadesse (Eritrea). Damit waren beide acht Sekunden schneller als Haile Gebrselassie (Äthiopien), der vor vier Jahren in Doha/Katar 27:02 Minuten gelaufen war. Allerdings muss die Kipchoge-Zeit von der IAAF offiziell noch anerkannt werden.

Auch in Deutschland war der Laufboom zum Jahreswechsel mit rund 120.000 Läuferinnen und Läufern bei mehr als 150 Veranstaltungen von Flensburg bis München bei zumeist mildem Wetter, zeitweiligem Regen und heftigem Wind ungebrochen. Dabei konnte sich die deutsche Elite gut in Szene setzten. Die Wattenscheiderin Irina Mikitenko belegte in Trier über fünf Kilometer Rang zwei hinter Belaynesh Fekadu (Äthiopien) und vor Vorjahressiegerin Sabrina Mockenhaupt (Köln).

Dieter Baumann Achter

Der 26. Bietigheimer Silvesterlauf mit 4.316 Teilnehmern wurde von einem Todesfall überschattet. Ein 49 Jahre alter Mann brach auf der Strecke zusammen und starb im Krankenhaus. Mitlaufende Ärzte der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim waren sofort zur Stelle, der Notarzt reanimierte das Opfer noch. Die sportlichen Sieger über 11,2 Kilometer waren Stefan Koch (Wattenscheid) und Melanie Kraus (Leverkusen) in 33:00 beziehungsweise 37:25 Minuten. Der Olympiasieger von 1992, Dieter Baumann (Tübingen), inzwischen nur noch Freizeitläufer, wurde nach Rang drei im Vorjahr diesmal Achter.

Seinem Ruf als „deutsches Sao Paulo“ wurde der 17. Silvesterlauf durch die Trierer Altstadt mit rund 15.000 Zuschauern gerecht. Irina Mikitenko hatte in 15:52 Minuten zehn Sekunden Rückstand auf die Siegerin und besaß fünf Sekunden Vorsprung auf Mockenhaupt. Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch (Rostock/16:42)) wurde Achte.

Seriensieger Ansgar Varnhagen

Bei den Männern über acht Kilometer wiederholte Afrikameister Moses Kipsiro (Uganda) seinen Vorjahressieg, lag aber nur 0,7 Sekunden vor Eshetu Wondimu (Äthiopien). Hinter Patrick Stitzinger (Niederlande/23:14) wurde 10.000-Meter-Europameister Jan Fitschen (Wattenscheid/23:18) Vierter, nachdem er zwischenzeitlich aus einer Verfolgergruppe zurückgefallen war. Trotz seines bekannt starken Finishs, mit dem er in Göteborg triumphiert hatte, reichte es nicht ganz zum Podestplatz. „Ich hatte mal wieder einen Durchhänger“, sagte Fitschen.

Der 27jährige Rekordgewinner Ansgar Varnhagen aus Dortmund schaffte in 46:37 Minuten beim mit 8.124 Teilnehmern größten Silvesterlauf Deutschlands, der 25. Auflage über 15 Kilometer von Werl nach Soest, schon seinen fünften Sieg in Serie. Bei den Frauen überraschte Petra Maak (Dormagen) vor 25.000 Fans an der Strecke mit ihrem Start-Ziel-Sieg in 55:56 Minuten. Der Veranstaltungserlös von 50.000 Euro kommt einem guten Zweck zu gute. Bei dieser Veranstaltung wurden seit 1982 mehr als 950.000 Euro für karitative Einrichtungen gesammelt.

Strömender Regen in Sao Paulo

Die Brasilianer Franck Caldeira und Lucelia Peres haben bei der 82. Auflage des legendären Silvesterlaufes in Sao Paulo für einen Doppel-Erfolg der Gastgeber gesorgt. Bei strömendem Regen und Temperaturen um die 30 Grand benötigte der 23jährige Caldeira für die 15 Kilometer durch die Straßen der Wirtschaftsmetropole 44:06 Minuten und siegte vor seinen Landsleuten Clodoaldo Gomes da Silva (45:13) sowie Paulo Alves dos Santos (45:16). Bei den Frauen war die zwei Jahre ältere Lucelia Peres in 51:23 Minuten Schnellste.

Der seit 1925 stattfindende Lauf ist der weltweit populärste Wettbewerb zum Ende eines Jahres. Diesmal blieben frühere Gewinner und Weltstars jedoch fern, denn die Organisatoren hatten erstmals die Startgelder gestrichen, stellten keine Flugtickets und Hotelzimmer mehr kostenlos zur Verfügung und kürzten die Prämien erheblich. Die Sieger erhielten 8.000 Euro Preisgeld. Bei den Frauen war es der erste Sieg einer Brasilianerin seit 2002 und der Fünfte in der Geschichte des „Sao Silvestre“.

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