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Leichtathletik Jones und Greene sind out - Amerika hat neue Helden

27.06.2005 ·  Nach den Trials fahren Amerikas Leichtathleten als Favoriten und mit viel Selbstbewußtsein zur WM.

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Marion Jones und Tim Montgomery sind nach ihrem Startverzicht am Ende nicht vermisst worden, denn Amerika feierte am Wochenende bei den WM-Ausscheidungen in Carson bei Los Angeles seine neuen Leichtathletikhelden. Sechs Wochen vor den Weltmeisterschaften in Helsinki zählen sie in einem Drittel der insgesamt 46 Wettbewerbe zu den Favoriten.

Kerron Clemont, der im Winter den 400-Meter-Hallenweltrekord von Michael Johnson gebrochen hatte, lief über 400 Meter Hürden in 47,24 Sekunden schon schneller als Olympiasieger Felix Sanchez (Dominikanische Republik), der diese Strecke seit Jahren beherrscht. Justin Gatlin, Sieger über 200 Meter (20,04 Sekunden bei Gegenwind), der zuvor die 100 Meter in 10,08 Sekunden gewonnen hatte, meinte: „Ich will das Double auch in Helsinki schaffen“ und ergänzte mit Blick auf die Leistungen seiner Landsleute Tyson Gay (20,06) und Olympiasieger Shawn Crawford (20,12): „Wir Amerikaner werden über 200 Meter alle drei WM-Medaillen gewinnen.“

Sportliche Höhepunkte am Schlußtag

Die Olympiazweite Allyson Felix profitierte auf dem Weg zu ihrer bisher besten 200-Meter-Zeit (22,13) von ihrem 400-Meter-Training und sagte: „Bisher habe ich kaum Schnelligkeitstraining absolviert. Bei der WM will ich unter 22 Sekunden laufen.“ Die vom Siebenkampf zum Hürdensprint gewechselte Michelle Perry gewann das Finale zwar nur in 12,66 Sekunden vor Olympiasiegerin Joanna Hayes, ihrer Trainingspartnerin, doch im Halbfinale war ihr in 12,43 Sekunden die Jahresweltbestzeit gelungen.

Für einen weiteren Höhepunkte sorgte am Schlußtag Kugelstoßer Christian Cantwell beim Überraschungssieg mit 21,64 Meter gegen den Olympiazweiten Adam Nelson (21,52) und den dreimaligen Weltmeister John Godina (20,99).
Jahres-Weltbestmarken hatten an den beiden Vortagen der Olympiasieger über 400 Meter Jeremy Wariner (44,20 Sekunden) und Sanya Richards (49,28), Hammerwerferin Erin Gilreath (73,87 Meter) sowie der viermalige 110-Meter-Hürden-Weltmeister Allen Johnson (12,99) erzielt.

Maurice Green, der große Verlierer

Zu den großen Verlierern der Trials zählen neben Marion Jones und Tim Montgomery, der im Juli eine lebenslange Sperre wegen seiner Verstrickung in das Dopingprogramm des Balco-Labors befürchten muß, Maurice Greene, der sich nach dem verletzungsbedingten Scheitern im Finale über 100 Meter wohl vergeblich für die 100-Meter-Staffel anbot, und der nur auf Rang sieben gelandete Stabhochsprung-Olympiasieger Tim Mack.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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