Stabhochsprung-„Kosmonautin“ Jelena Isinbajewa hat den Super-Samstag der Leichtathleten mit dem 21. Weltrekord ihrer atemberaubenden Karriere gekrönt. Beim Bubka-Meeting in Donezk segelte die Russin im dritten Versuch nervenstark noch über 4,95 Meter und übertraf damit ihren eigenen Hallen-Weltrekord von 2007 um zwei Zentimeter.
„Ich bin so glücklich, dass ich mit einem Weltrekord in die Olympia-Saison gestartet bin“, sagte die 25-Jährige nach ihrem ersten Wettkampf seit Oktober 2007. Die Olympiasiegerin hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die 35 Weltrekorde ihres Mentors und Freundes Sergej Bubka zu übertreffen. Isinbajewa hält mit 5,01 Metern auch den Freiluft-Weltrekord.
Sechste in Donezk wurde mit 4,52 m die deutsche Meisterin Silke Spiegelburg, den neunten Platz teilten sich ebenfalls mit 4,52 Julia Hütter (Bruchköbel) und Lisa Ryshich (Ludwigshafen), die damit beide erstmals die Norm für die Hallen-WM in Valencia (7. bis 9. März) erfüllten.
Weltrekord für Kenenisa Bekele
Der Äthiopier Kenenisa Bekele kommt stets nach Birmingham, um seinem noch berühmteren Landsmann Haile Gebrselassie einen Hallen-Weltrekord nach dem anderen abzujagen: Dies gelang ihm jetzt zum dritten Mal in fünf Jahren. Nach den 5000 Metern (2004) und den 2000 Metern (2007) blieb der 10.000-Meter-Weltmeister diesmal in 8:04,35 Minuten 34/100 Sekunden unter dem Zwei-Meilen-Weltrekord Gebrselassies.
Stabhochspringer Alexander Straub erkämpfte mit 5,75 Metern den einzigen deutschen Sieg in Birmingham. Den Doppelerfolg der deutschen Stabartisten machte der Leverkusener Danny Ecker perfekt: Der WM- Dritte wurde mit 5,65 Metern Zweiter hinter dem Filstaler Straub.
Ariane Friedrich über zwei Meter
Beim Hallen-Europacup in Moskau holte sich das DLV-Frauenteam (53 Punkte) zum dritten Mal seit der Premiere 2003 Platz zwei hinter den Russinnen (77). Die Männer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wurden mit 46 Zählern Vierte, da die punktgleichen Italiener mehr zweite Plätze (4:2) aufzuweisen hatten. Russland (67) gewann vor Spanien (48).
„Das war eine starke Teamleistung. Hut ab vor allem vor Ariane Friedrich - hier in Moskau wieder zwei Meter hoch zu springen, das ist schon bemerkenswert“, sagte Teammanager Siegfried Schonert. „Wir hatten ja vorher eine Reihe von Ausfällen zu verkraften, aber das Team hat heute vorbildlich gekämpft und seine Möglichkeiten voll ausgeschöpft.“
Bester Kugelstoß seit fast 20 Jahren
Mit einem 22,40-Meter-Stoß hat der frühere Kugelstoß-Weltmeister Adam Nelson in Fayetteville (US-Bundesstaat Arkansas) für die weltweit beste Leistung seit 19 Jahren gesorgt. „Ich hätte sogar noch weiter stoßen können“, tönte der Modellathlet aus Atlanta. Nur 26 Zentimeter fehlten dem Olympia-Zweiten von Sydney zum Hallen- Weltrekord seines Landsmanns Randy Barnes (22,66).