15.02.2012 · Gegen 400-Meter-Läuferin Janin Lindenberg wird kein Verfahren von der Nationalen Anti-Doping-Agentur eröffnet. Sie hatte drei „Missed Tests“ befürchtet.
Weil sie „großen Mist gebaut“ hatte, fürchtete Leichtathletin Janin Lindenberg um ihre Olympia-Chance. Doch die nach eigener Aussage „nachlässige Chaotin“ hatte offenbar nur „kleinen Mist gebaut“ und darf weiter Richtung London laufen: Von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) wird jedenfalls kein Disziplinarverfahren gegen die 400-Meter-Läuferin vom SC Magdeburg eröffnet.
Die Nada habe ihr per Mail mitgeteilt, dass ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen gemäß Artikel 2.4 des Nada-Codes nicht feststellbar sei, teilte Lindenberg in einer Stellungnahme mit. „Jetzt kann ich mich wieder komplett auf den Sport und mein großes Ziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London, konzentrieren“, sagte die 25-Jährige, die froh ist, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein.
Lindenberg hatte befürchtet, drei so genannte „Missed Tests“ innerhalb von 18 Monaten aufzuweisen, was zu einer Sperre von drei Monaten bis zu maximal zwei Jahren führen kann.
Im so genannten „Adams-System“ müssen die Athleten aus dem Testpool der Nada vor Beginn eines jeden Quartals ihre Aufenthaltsorte für die kommenden drei Monate melden. Die Angaben müssen für jeden Tag ein bestimmtes 60-minütiges Zeitfenster zwischen 6 und 23 Uhr enthalten, zu dem der Athlet an einem bestimmten Ort für Dopingkontrollen erreichbar ist und zur Verfügung steht.
Offenbar hatte Lindenberg aber nur zwei verwertbare „Missed Tests“ aufzuweisen. Somit kann sie vorerst weiterlaufen, ist allerdings angehalten, ihren Kalender in Zukunft besser zu führen.